Bewaffnete greifen Luxus-Hotel in Malis Hauptstadt an

Blauhelm in Mali

Ein Blauhelm Soldat der Vereinten Nationen in Mali

Ein Hotel in der Hauptstadt von Mali ist angegriffen worden. Vor rund einer Woche hatte das US-Außenministerium vor möglichen Angriffen auf westliche Einrichtungen und andere Orte in Bamako gewarnt, die von westlichen Bürgern besucht werden. Malische und französische Soldaten waren im Einsatz, um den Angriff der Islamisten zurückzuschlagen. Anrainer berichteten von Schüssen, die auf dem Gelände am Stadtrand von Bamako gefallen seien. Ein Vertreter des malischen Sicherheitsministeriums sagte, bei den Angreifern handele es sich vermutlich um Dschihadisten. Augenzeugen zufolge sind malische und internationale Sicherheitskräfte vor Ort.

Die Bundeswehr ist an der europäischen Ausbildungsmission EUTM sowie an dem 2013 gestarteten Stabilisierungseinsatz der Vereinten Nationen, Minusma, beteiligt.

Die Terrororganisation Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) und andere extremistische Gruppen sind im Norden Malis aktiv. Im November 2015 wurden bei einem Angriff auf das Hotel Radisson Blu in Bamako mindestens 20 Menschen getötet, unter ihnen 14 Ausländer. Malische Spezialkräfte seien im Einsatz; sie würden von französischen Soldaten sowie von UN-Soldaten unterstützt. In Mali sind etwa 800 Bundeswehr- Soldaten als Teil einer Uno-Friedensmission stationiert.

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