Brandanschläge auf Signalanlagen der Bahn

Brandanschläge auf Signalanlagen der Bahn

Brandanschläge auf Signalanlagen der Bahn

Auch zwischen Bochum und Dortmund müssen Bahnpendler mit Zugverspätungen rechnen. Das Operative Abwehrzentrum (OAZ) der Polizei sei eingeschaltet, teilte die Bundespolizei in Pirna am Montag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Auf mehreren Bahnstrecken in Deutschland hat es in der Nacht zum Montag Brandanschläge auf Signalanlagen gegeben. Im Berufsverkehr am Montagmorgen kam es zu erheblichen Einschränkungen. Hinweise auf den oder die Täter gab es noch nicht. Hier hatte ein Kabelschacht am S-Bahnhof Treptower Park gebrannt. Reisende nach Mülheim (Ruhr) Hbf fahren bitte ab Duisburg Hbf mit der Straßenbahn 901 oder mit der S-Bahn S 1 in Richtung Mülheim (Ruhr) Hbf. Wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte, hat das Operative Abwehrzentrum (OAZ) der sächsischen Polizei die Ermittlungen übernommen. "In einigen Fällen konnten Brandvorrichtungen unschädlich gemacht werden, bevor sie Schaden anrichteten", sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Zudem sei mit einem Hubschrauber aus der Luft nach weiteren Brandorten gesucht worden. Besonders betroffen seien die Strecken Leipzig-Dresden, Leipzig-Coswig, Leipzig-Chemnitz, Leipzig-Halle und Leipzig-Erfurt mehr Zeit einplanen. Weitere Einzelheiten waren zunächst unklar. Nach Angaben der Ermittler waren neben Leipzig auch Hamburg, Berlin und Dortmund betroffen. Wegen der defekten Signalanlagen seien Streckenteile nicht befahrbar.

Eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte, der Zugverkehr auf der Strecke Hamburg-Lübeck sei zwischen Rahlstedt und Ahrensburg unterbrochen. Wie die Bahn mitteilt, bemühe man sich in Dresden um ein Ersatzverkehr durch Busse. Sie sprach von Vandalismus. Die Bahn nutzt die Kabelkanäle neben den Gleisen nicht nur für die interne Signalübermittlung sondern vermietet die Schächte auch an andere Datennetz-Betreiber. In Niedersachsen, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Sachsen brannten Kabelschächte.

Am 7. und 8. Juli treffen sich in Hamburg die Staats- und Regierungschefs (G20) aus den führenden Industrie- und Schwellenländern sowie Vertreter der EU in Hamburg. Wie lange die Beeinträchtigungen noch andauern werden, war zunächst unklar.

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