Chile mit Auftaktsieg gegen Kamerun

Alexis Sanchez

Alexis Sanchez hat eine leichte Verletzung am linken Knöchel

Für den Endstand sorgte dann Eduardo Vargas in der Nachspielzeit.

Chiles Stürmerstar Alexis Sánchez droht am Sonntag beim ersten Confed-Cup-Spiel gegen den Afrikameister Kamerun auszufallen. "Also werden wir bis morgen abwarten und dann entscheiden", sagte Chiles Trainer Juan Antonio Pizzi am Samstagabend. Er war nach Zuspiel von Arturo Vidal knapp im Abseits gestanden - mit dem freien Auge aber kaum wahrnehmbar.

Beim nächsten Gruppenspiel gegen Deutschland am Donnerstag muss sich der Südamerika-Meister von 2015 und 2016 vor allem bei seiner Chancenverwertung steigern.

In der ersten Halbzeit zeigte Chile ein gutes Passspiel und kam auch zu einigen Möglichkeiten, Kameruns junge Mannschaft verlegte sich meist auf das Konterspiel und hatte mit Vincent Aboubakar eine One-Man-Show. Es ist wahr, dass wir es verdient haben zu gewinnen und dass wir besser waren. Der auch von Bayern München umworbene Angreifer des FC Arsenal hat eine leichte Verletzung am linken Knöchel. Altach-Legionär Ngamaleu wird bei Kamerun in der 86. Minute eingewechselt. Viel mehr Entlastung gelang Kamerun in Hälfte eins nicht. Vielmehr belohnte sich Chile im Finish dank Bayern-Kicker Vidal und dem in Mexiko engagierten Vargas für den Aufwand. Nach feinem Vargas-Pass lief Fuenzalida auf das Tor zu, konnte aber erneut den starken Ondoa nicht überwinden (27.). Die Chilenen sind insbesondere für Bundestrainer Joachim Löw der Favorit auf den Gewinn des Confed Cups.

Die bekamen kurz vor der Pause allerdings Skomina und der mit ihm per Funk verbundene Video-Schiedsrichter. Gejubelt wurde aber erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Anhand der Bilder können Entscheidungen auf dem Feld, die spielentscheidende Szenen wie Tore, Abseits, Rote Karten oder Elfmeter betreffen, bei Fehlentscheidungen korrigiert werden. Und es war danach vor allem Vidal, der den armen Damir Skomina aus Slowenien wild gestikulierend bedrängte und beschimpfte.

Bereits am späten Nachmittag hatte es in Kasan beim Spiel zwischen Portugal und Mexiko (2:2) zwei Videobeweise gegeben. Und dass Vidal über das Thema Videobeweis nach dem Spiel nur noch vergleichsweise milde urteilte ("Dieses System ist schwer zu verstehen"), hatte vor allem einen Grund: Er selbst (81. Minute) und Stürmer Vargas (90.+1) trafen später doch noch. Der Schiedsrichter bemühte den Videobeweis und entschied zurecht auf Abseits. In den vier Fällen am Wochenende dauerte es zwischen 56 Sekunden und besagten 2:09 Minuten bis eine Entscheidung feststand. Kamerun wurde nun jedoch in der Offensive gefährlicher.

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