Confed Cup: Russland gewinnt Eröffnungsspiel gegen Neuseeland

Ronaldo ist das Aushängeschild der

Ronaldo ist das Aushängeschild der"Probe-WM

Mit dem Eröffnungsspiel gegen Neuseeland startet die Sbornaja in den Confederations Cup und muss die große Sehnsucht der heimischen Fans nach einer schlagkräftigen Fußball-Auswahl erfüllen. Petersburg boten vor der Partie des Gastgebers gegen Neuseeland hunderte Künstler eine knapp halbstündige Zeremonie mit Musik und Tanz als Streifzug durch die russische Kultur und Geschichte.

Vor dem Spiel hatte Staatspräsident Wladimir Putin eine kurze Rede zur Eröffnung des Turniers gehalten. Die deutsche Mannschaft setzt in Sotschi das Training für ihren Auftakt am Montag gegen Australien fort. Die Spieler standen schon zum Abspielen der Hymnen bereit auf dem Rasen, mussten minutenlang warten, tänzelten umher und versuchten während der Ansprachen, die Muskeln locker zu halten. Der Confed Cup ist für Russland die wichtige Generalprobe für die WM im kommenden Sommer. FIFA-Chef Gianni Infantino durfte auch noch sprechen, bevor der Ball rollte und ähnelte bei dieser Selbstinszenierung fatal seinem Vorgänger Joseph Blatter. Der starke Dmitry Poloz wurde im Strafraum vom in Unterhaching spielenden Torwart Stefan Marinovic gefoult, was dem Unparteiischen jedoch entging. "Wir haben aber noch den ein oder anderen Fehler gemacht", sagte Russlands Trainer Stanislaw Tschertschessow nach der Partie. Brenzliger wurde es für die "All Whites" vier Minuten später, als Wiktor Wassin nach Ecke von Aleksander Samedow per Kopf den Innenpfosten traf. Anschließend musste Michael McGlinchey in höchster Not für den Ozeanienmeister klären. Seine größte Chance hatte der Außenseiter in der Schlussphase, als ein Kopfball von Tommy Smith erst auf der Torlinie von Juri Schirkow geklärt werden konnte (78.). Die TV-Bilder zeigten, dass Marinovic den russischen Angreifer berührt hatte. Beim Confed Cup kommen erstmals bei einem großen FIFA-Turnier die Video-Referees zum Einsatz, um bei Situationen wie Toren, Abseits, Roten Karten oder Elfmetern offensichtliche Fehlentscheidungen zu korrigieren. Doch nach 31 Minuten war der Ball dann doch im Tor. Ozeanien-Meister Neuseeland wehrte sich nach Kräften, war aber ein gar bescheidener Gegner. Das 5-3-1-1-System war fast ausschließlich auf die Absicherung des Tores ausgerichtet, Überraschungsmomente in der Offensive blieben nahezu gänzlich aus. Im Abschluss war das Team des früheren Dresdner Torwarts Tschertschessow aber bis zum zweiten Treffer von Russlands Torschützenkönig Smolow viel zu harmlos.

So durfte Putin angesichts der russischen Überlegenheit auf der Ehrentribüne neben Größen wie Ex-Brasilien-Star Pele freudig lächeln.

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