Denkmal-Versteigerung Niemand will Stalin und Lenin kaufen

Der schwäbische Steinmetz Josef Kurz aus Gundeslfingen beitet seine Sammlung sozialistischer Statuen in einer Online Auktion an. | Bild Josef Kurz

Vorheriges Bild Nächstes Bild Lenin Thälmann & Co in Gundelfingen unterm Hammer

Gundelfingen an der Donau/Dresden.

Gundelfingen. Bei der Versteigerung von sechs monumentalen Denkmälern aus sozialistischen Staaten hat sich im schwäbischen Gundelfingen kein Käufer gefunden. Der ehemalige Eigentümer einer dortigen Natursteinfabrik hatte die Stein- und Bronze-Skulpturen von Lenin, Stalin, Ernst Thälmann und anderen nach der Wende erworben. Ein paar Interessenten verfolgten zwar die Auktion über einen Livestream im Internet mit, vor Ort waren aber nur Journalisten und einige Schaulustige präsent. Unternehmer Josef Kurz bekam die Denkmäler kommunistischer Diktatoren nach dem Zerfal. Nach seinem Tod haben die Söhne entschieden, die Figuren zu verkaufen. Denn das prominenteste Exponat ist ein Lenin-Monument, das zu DDR-Zeiten am Dresdner Hauptbahnhof stand und als "roter Bahnhofsvorsteher" bekannt war. Ein Stadtrat der Linken gab zu bedenken, ob man die Skulptur nicht zurückholen solle. Sie werden eventuell in der Nachkaufzeit in den nächsten vier Wochen weiterverkauft.

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