Diplomatische Krise - Katars Außenminister ruft zum Dialog auf

Die Skyline von Katars Hauptstadt Doha

5 Länder isolieren Katar – diverse Flüge gestrichen

Das Verhältnis zwischen Katar und seinen Nachbarn ist angespannt.

Eine Frau spaziert vor der Skyline in Doha.

Wenige Stunden zuvor hatte Trump den Boykott Katars noch gelobt.

Die arabischen Staaten beschuldigen Qatar, Terrororganisationen wie den sunnitischen "Islamischen Staat" (IS) zu unterstützen.

Der Bericht könnte auch den US-Präsidenten Donald Trump in Erklärungsnot bringen. "Es hat Fortschritte gegeben, aber es muss noch mehr getan werden", sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert.

Auch der Emir von Kuwait versuchte zu vermitteln.

Russische Hacker waren Medienberichten zufolge in den Verdacht der Angriffe auf die staatliche Nachrichtenagentur von Katar geraten. In einer am Dienstag im Fernsehsender Al-Jazeera ausgestrahlten Erklärung forderte Al-Thani einen "offenen und ehrlichen" Dialog, um die Krise beizulegen. "Wir wissen nicht, on echte Gründe hinter dieser Krise stecken oder versteckte Gründe, die wir nicht kennen", sagte er. Neben Saudi-Arabien stellten auch Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten, der Jemen sowie die Malediven ihre Beziehungen zu Doha ein.

Hintergrund sind Vorwürfe an Katar, das Land unterstütze Terroristen.

Auch Bahrain stoppte alle Flüge von und nach Katar.

Mehrere Fluglinien wie Etihad oder Emirates wollten ab Dienstag ihre Verbindungen in das Land einstellen. Katar zu isolieren, werde keinerlei Probleme lösen. Die Maßnahmen seien ungerechtfertigt und basierten auf falschen Vermutungen. Die Europäische Union und der Iran zeigten sich besorgt über die Entwicklungen. Die Folgen seien "kurzfristig sehr überschaubar", erklärte der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). Arabische Medien hatten berichtet, die Agentur habe über Twitter gemeldet, Katar ziehe seine Botschafter aus fünf Golfstaaten ab. Damals brach auch der Bürgerkrieg in Syrien aus, wo die Muslimbrüder die stärkste Kraft waren, bis sich der Islamische Staat herauskristallisiert hat.

Laut einem Bericht des US-Senders CNN (das ist der, der die Spontandemonstration der Muslime in London inszeniert hat) sollen russische Hacker für die Krise um Katar verantwortlich sein. Trotzdem hielten die Spannungen an.

Saudi-Arabien tritt seit einiger Zeit aggressiver auf und hat massiv im Nachbarland Jemen eingegriffen. Trump habe Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate ermuntert, die Region "in einer Weise umzuformen, wie sie es seit langem wollen", sagte Karen Young vom Arab Gulf States Institute in Washington der "Washington Post".

"Wir führen weiterhin Missionen zur Unterstützung der Operationen in der gesamten Region aus". Sie verbreiteten angeblich über die Nachrichtenagentur des Emirats eine Falschmeldung, durch die sich Katars Kontrahenten provoziert sahen. In dem Land befindet sich der größte Militärstützpunkt der USA in der Region. Auf der Luftwaffenbasis Al-Udeid sind mehr als 10 000 US-Soldaten stationiert.

Auf seiner Reise in den Nahen Osten vor zwei Wochen hatte US-Präsident Trump auch Katars Emir Tamim bin Hamid Al Thani zu Gesprächen getroffen. Er gilt als bedeutend für den US-geführten Kampf gegen den IS.

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