Fieberhafte Suche nach Ursache für Londoner Brandkatastrophe

Die Löscharbeiten dauern noch

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Nach dem Hochhausbrand in London ist die Zahl der Toten auf mindestens 30 gestiegen. In der Kritik steht zudem der Rat des zentralen Feuerwehrdienstes, bei einem Brand in der Wohnung zu bleiben, den Rauch mit Hilfe von Decken abzublocken und auf Hilfe zu warten.

Nach dem verheerenden Großbrand in einem Londoner Hochhaus steigt die Zahl der Todesopfer weiter an. Die Bergungsaktionen könnten noch Tage dauern. Laut Cundy wurden 24 Überlebende in Krankenhäusern behandelt, zwölf von ihnen schwebten in Lebensgefahr.

Die britische Premierministerin Theresa May zeigte sich nach eigenen Worten "tief betroffen von den tragischen Todesfällen". Bürgermeister Sadiq Khan hatte ebenfalls umfassende Aufklärung versprochen.

Nach dem Unglück geben viele Bürger der britischen Regierung eine Mitschuld an der Brandkatastrophe. Es werde auch untersucht, wie die Menschen starben, was passiert ist und warum.

Die für die Renovierung zuständige Firma Rydon erklärte, bei der knapp zehn Millionen Euro teuren Massnahme seien alle Brandschutz- und Sicherheitsvorschriften eingehalten worden.

Es dauerte mehr als einen Tag, bis die 250 Feuerwehrleute die Flammen im Grenfell Tower gelöscht hatten. Bisher waren 12 Opfer bestätigt. Der ärztliche Direktor der Gesundheitsbehörde in London, Vinod Diwakar, sagte, die Kliniken hätten deutlich mehr zu tun als an normalen Tagen.

Das Feuer war in der Nacht zu Mittwoch ausgebrochen. Der erste Notruf sei um 00.54 Uhr eingegangen.

Nur sechs Minuten nach dem Ausbruch des Infernos trafen erste Löschfahrzeuge ein. Bereits am Mittwoch hatte May den Opfern der Brandkatastrophe ihre Anteilnahme ausgedrückt. Ermittler aus allen Abteilungen von Scotland Yard wurden zusammengezogen. Eine Mieterinitiative protestierte ständig, die Sanierung habe die Brandsicherheit des Gebäudes nicht verbessert. Dabei wurden neue Wohneinheiten geschaffen, eine neue Heizungsanlage eingebaut und die Außenwand mit einer gedämmten Vorhangfassade versehen. Augenzeugen berichteten auf Twitter ebenfalls von einem großen Brand im Grenfell Hochhaus. Welche konkreten Sicherheitsvorkehrungen es gab, ist noch unklar. Bis zu 600 Menschen lebten im Hochhaus, die Feuerwehr spricht davon, dass man 65 Mieter aus dem brennenden Gebäude habe retten können. In dem Haus sollen viele Familien mit Kindern gelebt haben. Einige Menschen würden aber noch immer vermisst.

Statik: Bis zum Nachmittag war ebenfalls nicht klar, wie stabil das Hochhaus nach dem Feuer war.

Ein Grund: Die Ränder des 24-stöckigen Grenfell Towers seien unsicher, sagte Feuerwehrchefin Dany Cotton. Trotz der Katastrophe war das Hochhaus zunächst stabil genug, um darin weiter nach eingeschlossenen Menschen zu suchen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf Angehörige und das italienische Außenministerium.

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