Google kämpft mit künstlicher Intelligenz gegen Terror-Inhalte

Google kämpft mit künstlicher Intelligenz gegen Terror

Internetkonzerne wie Google stehen immer mehr unter Druck. Bild SN APA /Britta Ped

Google hat angekündigt, ein Programm gestartet zu haben, um terroristische Inhalte im Internet mittels künstlicher Intelligenz zu bekämpfen.

Was halten Sie vom 4-Punkte-Plan gegen Terror-Propaganda? Der Konzern setzt noch stärker auf künstliche Intelligenz und menschliche Spürnasen. Der Internet-Konzern werde dafür mehr Entwickler und seine modernste Technologie bei selbstlernenden Maschinen einsetzen, kündigte Google-Chefjurist Kent Walker am Sonntag an. Google nennt sie "Trusted Flagger" und versteht darunter Personen und Organisationen, denen das Unternehmen bei der Beurteilung von anstößigen oder rechtswidrigen Inhalten vertraut. "Die unbequeme Wahrheit ist aber, dass wir als Branche zugeben müssen, dass mehr getan werden muss". Mehr als die Hälfte aller gelöschten Inhalte in den vergangenen Monaten wurden bereits von solcher Software entdeckt.

Doch nicht immer könnten diese Sicherheitsprogramme Terrorvideos von Nachrichtenbeiträgen mit den selben Bildern unterschieden, räumt der Jurist ein. Die Zahl der beteiligten Organisationen soll nun stark erhöht werden, schrieb Walker in einem Beitrag in der "Financial Times". So will man verhindern, dass sich einschlägige Kanäle zusätzlich mit Werbeeinnahmen finanzieren. Die Herausforderung sei, dass ein Video über eine terroristische Attacke ebenso ein informativer Bericht der BBC sein könnte wie eine Gewaltverherrlichung, wenn es von einem anderen Nutzer in einem anderen Kontext hochgeladen wird. Dafür will Google auch die Zahl der Entwickler erhöhen, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Erst vor wenigen Tagen war Facebook mit einer ähnlichen Erklärung an die Öffentlichkeit gegangen. Zudem werde an einem Algorithmus gearbeitet, der durch Textanalyse entsprechende Propaganda erkennen soll.

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