Lieferwagen rammt Fußgänger in London: Ein Toter und acht Verletzte

Die Polizei bestätigte eine Festnahme

APA Die Polizei bestätigte eine Festnahme

Ein Lieferwagen ist in eine Menschengruppe in der Nähe einer Moschee gerast. Mindestens eine Person kam ums Leben. Zuvor soll dieser gerufen haben: "Ich werde alle Muslime töten!" Dabei wurden offenbar mehrere Menschen zum Teil schwer verletzt. Dem 48-Jährigen wird versuchter Mord vorgeworfen. Nach Aussagen von Zeugen war er hellhäutig.

Nach Polizeiangaben gibt es bislang keine Erkenntnisse zu weiteren Verdächtigen.

Der Vorfall ereignete sich nahe einer Moschee im Stadtteil Finsbury Park.

Die Einsatzkräfte hatte nach eigenen Angaben gegen 00.20 Uhr (Ortszeit, 01.20 Uhr MESZ) die ersten Notrufe erhalten.

London kommt nicht zur Ruhe: In der Nähe eines Gebetshauses hat ein Wagen mehrere Menschen gerammt. Er schrie: "Tötet mich, tötet mich". "Rührt ihn nicht an", soll er Männern zugerufen haben, die auf den Täter einzuschlagen begannen. Das berichtete der britische Nachrichtensender Sky News in der Nacht zum Montag. Der Mann sei der Polizei nicht bekannt gewesen, hieß es. Der 48 Jahre alte Fahrer wird "als Vorsichtsmaßnahme" zunächst in ein Krankenhaus gebracht und dort auch auf seine psychische Gesundheit untersucht. Zehn weitere wurden verletzt, acht davon kamen in Krankenhäuser. "Trotzdem gehen die Ermittlungen weiter", twitterte die Behörde.

Rettungskräfte sind am 19.06.2017 in London, Großbritannien, im Stadtteil Finsbury Park im Einsatz. Demnach bekam der Mann bereits Unterstützung von Ersthelfern, als der Lieferwagen in die Menschenmenge fuhr. "Das ist eine Terrorattacke". "Unsere Gebete sind mit den Opfern".

Die Moschee war einst als eine Anlaufstelle für Islamisten bekannt.

Grund für die Terror-Schlagzeilen rund um die Moschee war vor allem der 1996 eingesetzte Imam Abu Hamza al-Masri. Die neue Moschee-Leitung distanzierte sich vor Jahren von der radikalen Ideologie.

Polizei-Forensiker arbeiten an der Stelle, an der ein Minivan in eine Menschenmenge gefahren war. "Es scheint so, als sei die Moschee das Ziel gewesen", sagte auch ein Augenzeuge.

Premierministerin Theresa May trat nach dem "möglichen Terroranschlag" gestern wie so oft in den vergangenen Wochen vor die Downing Street und verurteilte diesen als "widerlich". Der Vorsitzende der oppositionellen Labour-Party, Jeremy Corbyn, zeigte sich "total schockiert". In der Nähe der Moschee legten Menschen Blumen und Solidaritätsbekundungen nieder.

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