Londons Bürgermeister nennt Vorfall nahe Moschee "schrecklichen Terroranschlag"

Rettungskräfte

StraßensperreFinsbury ParkBetendeVor Londoner Moschee In LondonRettungskräfteEinsatz in London

Am 3. Juni hatten auf der London Bridge und am Borough Market drei islamistische Terroristen mindestens acht Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt. Der Fahrer des Lieferwagens habe nach der Tat "Alle Muslime!". Acht Verletzte sind zur Behandlung im Krankenhaus, zwei Leichtverletzte wurden am Tatort behandelt.

Der Fahrer des Wagens wurde festgenommen. Nach Aussagen von Zeugen war er hellhäutig.

Anti-Terror-Spezialisten übernehmen die Ermittlungen nach dem mutmasslichen Anschlag in London. Ob der Tod durch den Lieferwagen verursacht wurde, wird noch untersucht.

London: Moschee im Stadtteil Finsbury ParkGibt es weiter Verdächtige?

Erste Notrufe gehen gegen 00.20 Uhr (Ortszeit) bei der Polizei ein.

Ein anderer Augenzeuge schildert den Vorfall im Gespräch mit britischen Medien etwas anders: "Menschen hielten den Fahrer fest und begannen, ihn zu schlagen".

Außerdem soll der Fahrer gerufen haben: "Alle Muslime. Unser Imam Mohammed Mahmoud kam hinzu und rettete ihn, rettete quasi sein Leben", sagte er Sky News. Laut Polizei gibt es eine Festnahme. Nach Angaben des Rats der Muslime ereignete sich der Vorfall vor einem muslimischen Gemeinschaftshaus in der Nähe einer Moschee im Stadtteil Finsbury Park - nicht direkt vor der Moschee, wie es der Rat zunächst mitgeteilt hatte. Die Anti-Terror-Polizei ermittelt. Der britische Rat der Muslime spricht von einer Tat aus "Islamhass".

Derzeit gebe es keine Hinweise auf weitere Verdächtige, teilte die Polizei über Twitter mit.

Die Moschee, die bis zum Jahr 2005 als Finsbury Park Moschee bekannt war, wurde mehrere Jahre lang mit extremistischer Ideologie und Beziehungen zur Terrororganisation Al-Qaida in Verbindung gebracht. Die Polizei riegelte die Gegend um die Seven Sisters Road ab, wo das Fahrzeug in die Menschen fuhr.

Der weiße Lieferwagen, der Passanten rammte, soll dem "Sun"-Bericht zufolge gemietet worden sein. Das ist eine Terrorattacke".

Das Gebetshaus verurteilte den Vorfall: "Wir haben über Jahrzehnte sehr hart für eine friedliche und tolerante Gemeinschaft hier in Finsbury Park gearbeitet und verurteilen schärfstens jeden Akt des Hasses, der versucht, unsere wunderbare Gemeinschaft zu spalten", heißt es in einer Mitteilung. Ein Bewaffneter soll durch ein Tor auf das Parlamentsgelände zugestürmt sein und einen Polizisten erstochen haben.

Inzwischen ist die neue Leitung der Moschee bemüht, den Ruf als Hort des Islamismus abzulegen und die Moschee auch für Andersgläubige zu öffnen.

Verantwortlich dafür war unter anderem der 1996 eingesetzte Imam Abu Hamza al-Masri. Dennoch erhielt sie in der Vergangenheit immer wieder Drohungen. "All meine Gedanken sind bei denen, die verletzt wurden, bei deren Angehörigen und den Rettungskräften vor Ort", teilte May Montagfrüh mit.

Ein Video zeigt verwundete Menschen, die auf dem Boden liegen und einen Mann, der erste Hilfe leistet. "Es scheint so, als sei die Moschee das Ziel gewesen".

Großbritanniens Premierministerin Theresa May hat den Angriff vor einer Moschee im Norden Londons verurteilt. Jeremy Corbyn von der oppositionellen Labour-Partei twitterte, er sei "total schockiert".

Die Organisation forderte Polizeischutz für Moscheen.

Neuesten Nachrichten