Mindestens 30 Tote bei Londoner Brandkatastrophe

Rauch und Flammen schlagen aus dem Hochaus im Zentrum Londons

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Es mehren sich Anschuldigungen, dass der Brandschutz nicht eingehalten worden sei. Der Rettungseinsatz wird nach Angaben der Polizei mehrere Tage dauern. In London sei das anders gewesen, das Feuer habe sich in kurzer Zeit über alle Stockwerke ausgebreitet. Die Feuerwehr hat die Suche nach weiteren Opfern im bis jetzt brennenden Hochhaus vorerst abgebrochen.

Die Feuerwehr blieb auch am Freitag im Einsatz, denn das Feuer im Grenfell Tower ist laut Augenzeugen noch nicht vollständig gelöscht. "Ich schicke keine Feuerwehrleute da rein". Hin und wieder knallte es in dem 24-stöckigen Gebäude.

Auch die Möglichkeit, dass die Zahl der Toten in den dreistelligen Bereich steigen könnte, schloss die Behörde nicht aus.

Mehr als 24 Stunden nach dem Ausbruch des verheerenden Feuers kam am Morgen weiter Rauch aus dem Haus. "Wir nehmen das jedoch zum Anlass und werden überprüfen, ob die aus energetischen Gründen geforderte Außendämmung eine zusätzliche Brandgefahr auslöst", sagte Herrmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag). Die Gefahr eines Einsturzes bestand anscheinend nicht.

Nach dem Hochhausbrand in London ist die Zahl der Todesopfer auf 17 gestiegen. Bei dem gewaltigen Brand im Zentrum Londons wurden am Mittwoch 65 Menschen von der Feuerwehr aus den Flammen gerettet, anderen gelang selbst die Flucht. Bis Mittwochnachmittag waren nach Angaben der Rettungskräfte mindestens 74 Patienten in Kliniken behandelt worden, 20 von ihnen seien in einem kritischen Zustand. Deswegen sollten Hunde weiter nach Vermissten suchen. Sie fürchtet, es könne mehr als 60 geben. Sie hatte eine sorgfältige Untersuchung angekündigt. Auch Londons Bürgermeister Sadiq Khan versprach umfassende Aufklärung. Bislang ist völlig unklar, wie viele Menschen in dem Hochhaus ums Leben gekommen sind.

Premierministerin Theresa May traf am Vormittag am Unglücksort ein, um sich persönlich ein Bild von der Katastrophe zu machen. Wenn aus dem Feuer Konsequenzen zu ziehen seien, würden Maßnahmen ergriffen, sagte May am Mittwochabend. Wann genau sie eintreffen sollte, war zunächst unbekannt.

Auch Königin Elizabeth II. drückte ihre Anteilnahme aus. Ihre Gedanken und Gebete seien bei den Familien, die Angehörige verloren hätten, sowie bei den vielen Menschen, die schwer verletzt im Krankenhaus lägen, teilte der Buckingham-Palast mit.

"Ich sah wie immer mehr Menschen an den Fenstern des Gebäudes erschienen - sie schrien um Hilfe", berichtet Lamari.

Wie in der "Dritten Welt" Nach Angaben einer Augenzeugin war es unmöglich, den um Hilfe schreienden Menschen zu helfen.

Brandschutz-Experte Jon Hall nannte den Brand einen Unfall, wie er in der "Dritten Welt" vorkomme. Die Feuerwehr habe alle 24 Stockwerke kurz durchsuchen können. Die "Daily Mail" berichtete, dass der Brand in der Wohnung eines Taxifahrers im vierten Stock ausgebrochen sei. Spezialisten hätten den Sozialbau untersucht und für weitere Lösch- und Bergungsarbeiten sicher befunden, teilte die Feuerwehr am Abend mit.

Hunderte Londoner spendeten Decken, Kleider oder Babynahrung für die Bewohner. Das Gebäude wurde 1974 erbaut und war von 2014 bis 2016 saniert worden.

Nach Angaben von Bewohnern soll es bereits vor dem Inferno Beschwerden über einen unzureichenden Brandschutz gegeben haben.

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