Mordvorwurf nach tödlichem Autorennen in Mönchengladbach

In Mönchengladbach ist ein Fußgänger bei einem illegalen Autorennen getötet worden

In Mönchengladbach ist ein Fußgänger bei einem illegalen Autorennen getötet worden

Mönchengladbach. Nachdem am Freitagabend ein Fußgänger bei einem illegalen Autorennen in Mönchengladbach getötet worden war, hat die Polizei alle mutmaßlich beteiligten Fahrer festgenommen.

Bei den am Sonntagabend festgenommenen Tatverdächtigen in dem Mönchengladbacher Fall handelt es sich nach Angaben der Ermittler um den 28-jährigen Unfallfahrer sowie zwei Fahrer im Alter von 22 und 25 Jahren. Die Tat vom späten Freitagabend bewerten die Ermittler demnach als Mord.

Mönchengladbach - Nach einem illegalen Autorennen mit einem Toten in Mönchengladbach ist einer der beiden Fahrer weiter auf der Flucht. Beim Überholen erfasste ein 28-Jähriger einen Fußgänger, der tödlich verletzt wurde. Außer dem mutmaßlichen Todesfahrer wurden zwei weitere Verdächtige festgenommen, diese kamen aber wieder auf freien Fuß. Am Montag startete in Saarlouis ein Prozess um ein illegales Rennen, bei dem eine 14-Jährige ums Leben gekommen war.

Zunächst war die Polizei von lediglich zwei Beteiligten an dem Rennen ausgegangen. Der Fahrer des zweiten Autos raste davon und wurde auch am Sonntag noch gesucht. Es werde geprüft, ob die drei Männer einem Haftrichter vorgeführt werden. Unter anderem werden Videoaufnahmen ausgewertet. Immer wieder sollen die Fahrer wechselseitig versucht haben, sich mit ihren PS-starken Fahrzeugen zu überholen oder den anderen am Überholen zu hindern.

Die Markierungen der Spurensicherung sind noch auf der Straße zu erkennen. Ein Richter habe einen entsprechenden Haftbefehl gegen den 28 Jahre alten Mann erlassen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Der Mann starb noch an der Unfallstelle. Ein Holzkreuz, Blumen und Kerzen erinnerten an den Tod des Mannes. Laut Staatsanwaltschaft fuhr der Angeklagte die kurvenreiche Strecke "wie ein Rennfahrer". "Das sind keine Bagatellen, das muss härter geahndet werden", sagte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) der "Rheinischen Post" (Montag). Mit dem Strafmaß in dem Kölner Fall beschäftigt sich derzeit der Bundesgerichtshof. Zuvor hatte auch NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) schärfere Strafen gefordert.

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