Moschee-Attacke: Lieferwagen stammt aus Wales

Erneut blutiger Anschlag mit Lieferwagen in London

Auto fährt in London in Fussgänger

Anti-Terror-Ermittler der Polizei übernahmen die Ermittlungen. Der 48-Jährige war von dem Iman und anderen Umstehenden festgehalten worden. Der Fahrer wurde festgenommen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo sein Geisteszustand untersucht werden sollte. Ex-Premierminister David Cameron nannte die Tat auf Twitter eine "entsetzliche terroristische Attacke auf friedlich betende Muslime". Es gebe außer dem Fahrer keine weiteren Verdächtigen. Man habe auch keine Waffen wie etwa Messer bei dem Fahrer des Lastwagens gefunden. "Die Attacke auf der Westminster Bridge, auf der London Bridge und die Attacke in Manchester", erinnerte er an die jüngsten Anschläge, "sind alles Attacken auf die von uns allen geteilten Werte von Freiheit, Toleranz und Respekt. Ob er durch die Auto-Attacke ums Leben kam, ist laut Scotland Yard noch nicht endgültig geklärt.

Der Vorfall ereignete sich direkt vor einer Moschee.

Im Londoner Stadtteil Finsbury Park ist ein Minivan in der Nähe einer Moschee in eine Passantengruppe gefahren, teilte die Polizei in der Nacht zum Montag mit. "Trotzdem gehen die Ermittlungen weiter". Unklar ist auch noch, ob ein Mann, der am Tatort starb, dem Angreifer zum Opfer fiel. Auch von einem Messerangriff war in Medien zu lesen. Das berichtete Toufik Kacimi, der Leiter des Gebetshauses, vor dem der Zwischenfall passierte, im britischen Sender Sky News.

Der Geistliche der Moschee griff ein, um Lynchjustiz durch einen Mob zu verhindern: "Die Menschen schlugen auf ihn ein, was verständlich war", sagte ein Zeuge. Der Imam Mohammed Mahmoud verhinderte in der Zwischenzeit, dass der mutmaßliche Täter gelyncht wurde.

Bei dem blutigen Zwischenfall im Londoner Stadtteil Finsbury Park in der Seven Sister Road ist ein Mann getötet worden, zehn Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht. Premierministerin Theresa May bestätigte, dass der Vorfall nahe einer Moschee ein potenzieller Terroranschlag sein könnte.

May sprach von einem "schrecklichen Vorfall". Sie berief eine Krisensitzung ein. Der Abgeordnete, in dessen Bezirk der Anschlag fiel, ist just Labour-Chef Jeremy Corbyn. Der zweite Terroranschlag in London innerhalb eines Monats sei "genauso widerwärtig", wie die vorherigen, sagte May am Montag in London.

Die Bundesregierung verurteilte die Attacke. "Jenen, die unsere Gemeinschaften spalten wollen, müssen wir uns mit Einigkeit entgegenstellen", erklärte Kommissar Dimitris Avramopoulos am Montag über Twitter. Notrufe seien kurz nach Mitternacht (01.20 Uhr MESZ) eingegangen, die einen "Zusammenstoß zwischen einem Fahrzeug und Fußgängern" gemeldet hätten, teilte die Polizei mit. Der Rettungsdienst twitterte, neben mehreren Einsatzwagen seien auch Trauma-Spezialisten vor Ort. Der Stadtteil Finsbury Park liegt um Nordosten der britischen Hauptstadt. Laut der britischen Zeitung "The Sun" soll er gerufen haben: "Ich werde alle Muslime töten!" Er habe seinen Wagen vorsätzlich in die Menge gesteuert und die Menschen "einfach überfahren". Augenzeugenberichten zufolge wurde der Mann dagegen von dem Fahrzeug erfasst.

Ein Mann (47) rast in London in eine Gruppe gläubiger Muslime, die gerade vom Gebet aus der Moschee kamen. "Das ist eine Terrorattacke". Ein solches Fahrzeug war auch auf diversen Bildern vom Ort des Geschehens zu sehen.

Die Moschee war einst als eine Anlaufstelle für Islamisten bekannt.

Die Tatwaffe: Der Lieferwagen stammt aus Wales. Hamza hielt in dem Gotteshaus in den neunziger Jahren radikalislamische und antiamerikanische Brandreden.

Ende 2014 erhielt die Moschee die prestigeträchtige "Visible Quality Mark" der britischen NGO Community Matters und war damit erst die dritte religiöse Institution, die mit dem Preis ausgezeichnet wurde. Ein Bewaffneter soll durch ein Tor auf das Parlamentsgelände zugestürmt sein und einen Polizisten erstochen haben.

Der Van rammte eine Fußgängergruppe, so dass ein Passant getötet und mehrere verletzt wurden. "Es scheint so, als sei die Moschee das Ziel gewesen".

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