Rechtsstreit zwischen Adidas und Puma beendet

Der Stan Smith Boost gehört zu einer Reihe von Retro-Modellen die Adidas erfolgreich wiederbelebt hat

"Stan Smith": Adidas und Puma streiten sich um Schuh

"Stan Smith" ist ein Bestseller, in den USA stieg er auf zum bestverkauften Schuhmodell - und verdrängte sogar Nikes Basketballschuh "Jordan XII" auf Platz zwei.

Adidas ist mit seinem Schuh "Stan Smith Boost" überaus erfolgreich.

Der Sportartikelhersteller Puma ist mit dem Versuch gescheitert, dem Konkurrenten Adidas den Verkauf eines Sportschuhs zu verbieten.

Puma aber zog den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zurück, wie das Gericht mitteilte.

Konkret ging es um die Sohle des Modells "Stan Smith Boost", dessen Design Puma für sich beansprucht. In der mehrstündigen Verhandlung habe die Kammer die rechtlichen Aspekte mit beiden Parteien erörtert und dabei auch den Schuh mit einem hinterlegten Bild des Geschmacksmusters verglichen, teilte das Gericht mit.

Die Sohle war der Grund, dass Puma gerichtlich gegen den Schuh vorging.

Dieser Schutz sei durch die Sohle des "Stan Smith Boost" verletzt worden. Weil das bei den Kunden sehr gut ankommt, geht es um Milliardensummen auf dem Sportschuh-Markt.

Man habe auf die Form und das Aussehen der Sohle zwei Geschmacksmuster angemeldet, hieß es im Unterlassungsantrag von Puma. Puma wählte dafür Niedersachsen, wo das Landgericht Braunschweig für Streitigkeiten über die Verletzung europäischer Geschmacksmuster zuständig ist.

Das Geschmacksmuster schützt das Design eines Produktes. Gegründet wurden sie von zwei Brüdern, Rudolf und Adi Dassler, die über der gemeinsamen Leidenschaft für Sportschuhe zu erbitterten Gegnern wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg zerstritten sie sich und spalteten die Schuhfabrik.

Neuesten Nachrichten