Ronaldo zu Bayern? "Warum nicht?"

Training der portugiesischen Nationalmannschaft in Oeiras Portugal teil um sich auf den Confederations Cup in Russland vorzubereiten

Ronaldo will Real Madrid anscheinend verlassen

Wie die Madrider Sportzeitung "Marca" berichtet, habe Zidane sofort zum Telefon gegriffen, als er erfahren hat, dass Cristiano Ronaldo Real verlassen möchte. Hinzu käme ein Jahressalär von 50 Millionen Euro für den vierfachen Weltfußballer. Und wenn ja, wohin wechselt der derzeit weltbeste Fußballer? Eine Milliarde Euro - das ist die vertraglich festgeschriebene Ablösesumme, für die der Superstar aus seinem bis 2021 gültigen Vertrag mit dem Champions-League-Sieger herausgekauft werden kann. "Ich verlasse Real Madrid", zitiert die Zeitung ihn. Arturo Vidal von Rekordmeister FC Bayern München erzielte das für die chilenische Fußball-Nationalmannschaft so wichtige Führungstor in der 81. Minute. Vor ein paar Tagen wurde publik, dass der Angreifer seiner Wahlheimat Spanien den Rücken kehren will, aus Verärgerung darüber, dass ihm dort ein Steuer-Strafverfahren droht.

Zuvor hatte die "Gazzetta dello Sport" berichtet, wegen seines guten persönlichen Kontaktes zu Carlo Ancelotti sei auch ein Wechsel nach München denkbar. Angeblich haben sich Paris St. Germain und Manchester United - wo Ronaldo bis 2009 spielte - um die Dienste des Weltfußballers beworben.

Die Vorwürfe gegen den Superstar wiegen schwer: Ronaldo, der Schätzungen zufolge pro Jahr rund 65 Millionen Euro aus Gehältern und Werberechten kassiert, soll Einnahmen aus Bild- und Werberechten über ein verzweigtes Firmennetzwerk mit Sitz auf den britischen Jungferninseln und in Irland am Fiskus vorbeigeschleust haben. Zumindest sind diese beiden Clubs angesichts des horrenden Transferpakets von bis zu 400 Millionen Euro auch seriös betrachtet die wahrscheinlichsten Möglichkeiten für einen Wechsel.

"Ich habe ein reines Gewissen", hatte Ronaldo kurz vor der Abreise der Iberer nach Russland verlauten lassen und zuvor auch Unterstützung seines Klubs erhalten.

Ein Grund: Der Bayern-Trainer kennt Ronaldo noch aus seiner Zeit bei Real Madrid. "Aber nicht zum Preis von 400 Millionen". Netto. Das wäre, um in der Terminologie von FCB-Präsident Uli Hoeneß zu sprechen, mehr Nuklearbombe als Granate. Natürlich wäre Ronaldo zweifelsohne eine solche.

Vor Anpfiff des 2:2-Auftaktspiels des Europameisters gegen Mexiko nutzte Portugals Teamchef Fernando Santos die wiederkehrenden Fragen für eine Verteidigungsrede. "Ich lege meine Hand für ihn ins Feuer, für seine Integrität als Mann und als Athlet", beschwor der Europameistertrainer.

Wie reagieren Portugals Trainer und seine Teamkollegen beim Confederations Cup? "Ich würde alles für ihn tun, ich vertraue ihm zu 100 Prozent".

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