Schatzkanzler: Verkleidung des Grenfell Towers war verboten

Hochhaus in London brennt

Feuer in Londoner Grenfell Tower - Augenzeugen berichten: "Sie stehen am

Bislang waren die Ermittler von 30 Toten ausgegangen. Das teilte die Polizei in der britischen Hauptstadt am Samstag auf Basis von Vermisstenmeldungen mit.

Nach der Brandkatastrophe in einem Hochhaus in London hat die britische Premierministerin Theresa May eine "sorgfältige Untersuchung" angekündigt.

Nach dem verheerenden Hochhausbrand in London ist die offizielle Zahl der Todesopfer auf mindestens 30 gestiegen.

Mehr als 70 Menschen werden Medienberichten zufolge noch vermisst. "Leider muss ich deshalb davon ausgehen, dass sie tot sind", ergänzte Cundy. Die Behörden erwarten, dass die Zahl der Toten noch weiter steigt. Einige schafften es, in das Rathaus einzudringen, wo sich ihnen Polizisten und Sicherheitskräfte entgegenstellten.

Das Feuer im Grenfell Tower im Westen Londons war in der Nacht zu Mittwoch ausgebrochen und hatte sich über die Fassade rasend schnell ausgebreitet.

Ein Feuerwehrmann inspiziert eine Etage des ausgebrannten Hochhauses.

Mit einer Schweigeminute an diesem Montag wollen die Briten der Opfer des Unglücks gedenken.

Die deutsche Brandschutz-Professorin Sylvia Heilmann hält es im Gespräch mit der dpa für unverantwortlich, dass möglicherweise brennbare Materialien in einem Hochhaus eingesetzt worden sein könnten. 19 Verletzte wurden am Samstag noch in Krankenhäusern der britischen Hauptstadt behandelt.

Manche Bewohner sagen, die Richtlinien am Grenfell Tower seien verantwortlich für das Desaster im Zuge des Infernos.

Die Regierungschefin würdigte den Einsatz der Rettungskräfte und sprach den Betroffenen ihre Anteilnahme aus. In der Nähe des Regierungssitzes verlangten Demonstranten währenddessen "Gerechtigkeit für Grenfell". Am Freitag besuchte May Verletzte in einem Londoner Spital. Der Groll der Anwohner und der Hinterbliebenen richtet sich auch gegen die örtlichen Behörden, denen vorgeworfen wird, auf Missstände in dem Hochhaus nicht reagiert zu haben. Genau das war in der Brandnacht tödlich.

In der Tat wirft es einen Schatten auf Rettungspläne, Fluchtwege und Schutzvorkehrungen, wenn den Bewohnern nicht mehr empfohlen wurde, als im Brandfall in den Wohnungen zu bleiben, die feuerfesten Türen zu schließen und Ruhe zu bewahren. Königin Elizabeth die Zweite drückte den Betroffenen ihre Anteilnahme aus. Die Briten seien "geeint in unserem Schmerz, aber wird sind es auch - ohne Angst oder Unterscheidung - in der Unterstützung für all diejenigen, die ihr Leben wieder aufbauen", erklärte die Queen, die der Opfer des Hochhausbrandes mit einer Schweigeminute gedachte.

Bei Protesten und Solidaritätskundgebungen für die Brandopfer hatten Demonstranten am Freitagabend unter anderem einen Rücktritt der Premierministerin gefordert. Das Vereinigte Königreich sei auf die Probe gestellt worden und habe sich im Angesicht der Widrigkeiten als standhaft erwiesen.

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