Schwerer Waldbrand tötet dutzende Menschen in Portugal

Waldbrände

Feuerwehrleute der Republikanischen Nationalgarde versuchen einen Waldbrand zu löschen

Mindestens 24 Menschen sind bei einem schweren Waldbrand in Portugal ums Leben gekommen. Gomes hatte über das Wochenende die Toten-Zahl wiederholt anheben müssen. "Es ist schwer zu sagen, ob sie vor den Flammen flüchteten oder ob sie von dem Feuer überrascht worden sind", so Gomes.

In der Nacht auf Sonntag hatte sich der Bürgermeister Alves noch davon überzeugt gezeigt, dass das Feuer gelegt wurde.

Inzwischen hat die Feuerwehr zwei der vier Feuerfronten unter Kontrolle, sagte Jorge Gomes, Staatssekretär im Innenministerium.

Das Feuer war am Samstagnachmittag aus noch unbekannter Ursache ausgebrochen. Zudem sollte vor der Confed-Cup-Partie Portugal gegen Mexiko mit einem Moment des Schweigens der Todesopfer gedacht werden. Am Samstagnachmittag habe sich über dem betroffenen Gebiet ein Gewitter entladen, ohne dass es dabei regnete, sagte der Direktor der Kriminalpolizei, José Almeida Rodrigues. Cristiano Ronaldo & Co. wollten im russischen Kasan Trauerflor tragen.

Insgesamt elf Waldbrände Autos fahren am 18.06.2017 in Pedrogao Grande (Portugal) auf der Landstraße zwischen Castanheira de Pera und Figueiro dos Vinhos an einem ausgebrannten Auto vorbei. Starke Winde fachten die Flammen immer weiter an. "Die dramatischen Bilder von dem zerstörerischen Waldbrand in Portugal, dem so viele Menschen nicht entfliehen konnten, haben mich sehr betroffen", so Steinmeier am Sonntag."Das Feuer hat zahlreiche Menschen mitten aus dem Leben gerissen und viele andere verletzt". Starke Winde erschwerten die Löscharbeiten, hieß es.

Experten zufolge könnte der verheerende Waldbrand durch ein sogenanntes Trockengewitter, bei dem kein Niederschlag fällt, aber Blitze einschlagen, ausgelöst worden sein. Bürgermeister Alves hatte zuvor eine "ungenügende Zahl von Einsatzkräften" beklagt. In der Region herrscht derzeit eine extreme Hitzewelle. Die Europäische Union kündigte an, Löschflugzeuge zu entsenden, um die Einsatzkräfte in Portugal zu unterstützen.

Der sozialistische Ministerpräsident António Costa, der die Entwicklung die gesamte Nacht von der Zentrale des Zivilschutzes in Carnaxide bei Lissabon aus verfolgte, sagte, er sei vom "Ausmaß der Tragödie schockiert". Portugiesische Medien berichteten am Sonntagmorgen von mindestens 25 Toten.

Auf Bitte Portugals werden über die Nothilfekoordinierung der EU Löschflugzeuge organisiert. Frankreich habe sofort drei Maschinen zugesagt. Zusätzlich helfe Spanien ebenfalls mit Flugzeugen. Auch die Bundesregierung bot Portugal Hilfe an, Kanzlerin Angela Merkel brachte gegenüber dem Ministerpräsidenten António Costa die Anteilnahme der Deutschen zum Ausdruck. Stylianides drückte seine Trauer um die Opfer und sein Mitgefühl für die Betroffenen aus.

Neuesten Nachrichten