So radikal soll der Fußball revolutioniert werden

Russia v New Zealand Group A- FIFA Confederations Cup Russia 2017

Getty Images Steht dem Fußballsport eine radikale Regeländerung ins Haus

Damit die Partien nicht zu lang werden, soll die Spieldauer von 90 auf 60 Minuten verkürzt werden.

Fussballfans aufgepasst: Die Fifa-Regelhüter haben offiziell einige Neuerungs-Ideen eingereicht. Doch die IFAB, ein achtköpfiges Gremium, das aus vier Mitgliedern des Weltverbandes FIFA sowie je einem Vertreter der Fußball-Urverbände England, Nordirland, Schottland und Wales besteht, braucht traditionell viel Zeit: Bis zur Einführung der Torlinientechnik oder Modifizierung der umstrittenen Dreifachbestrafung vergingen viele Jahre. Bei jeder Unterbrechung würde also die Uhr angehalten werden. Eine Analyse des "Kicker" hatte ergeben, dass die durchschnittliche Netto-Spielzeit der Bundesligisten in der abgelaufenen Saison 56:05 Minuten betrug. Die effektive Spieldauer soll dadurch sogar steigen, Zeitspiel, zum Beispiel bei Auswechslungen, eingedämmt werden. "Die Zuschauer wollen Fußball sehen - und nicht darauf warten". Bei der nächsten General-Versammlung im März 2018 soll über "Play Fair!" abgestimmt werden. "Das Strategiepapier ist ein Meilenstein für den Fußball", sagte Geschäftsführer Lukas Brud vom International Football Association Board (IFAB), dem für Regeln zuständigen Gremium. Das heisst eine Stunde reine Netto-Spielzeit. Der technische Direktor David Elleray meinte: "Die Rückmeldungen aller Beteiligten in der Fußball-Gemeinschaft sind bislang wie die Unterstützung sehr positiv". Alle seien sich einig, dass die Verbesserung der Rahmenbedingungen "die absolute Priorität besitzt". Der Vorteil dieser vom Ifab als "radikale Veränderung" bezeichneten Lösung: Jedem Verein stünde in jedem Wettbewerb und in jedem Spiel die gleiche effektive Spielzeit zur Verfügung.

Bei Standardsituationen sind mehrere Ballberührungen des ausführenden Spielers möglich.

Neue Mecker-Regel! Kritik am oder Beleidigung des Schiedsrichters wird mit Tor- und Punktabzug bestraft.

Ein weiterer radikaler Vorschlag: Spieler dürfen sich den Ball bei ruhenden Bällen wie Eck- und Freistößen selbst vorlegen und aufs Tor zudribbeln. Statt langer Bälle soll so das Passspiel gefördert werden.

► Der Abstoss vom Tor darf schon im Strafraum vom Feldspieler angenommen werden.

Neue Rückpassregel! Statt wie bisher mit indirektem Freistoß soll die Aufnahme eines Rückpasses durch den Torwart mit Elfmeter geahndet werden.

Dazu gehört auch, dass der frühere Weltklassestürmer Marco van Basten von Infantino im September 2016 zum FIFA-Beauftragten für "Technische Entwicklungen" ernannt wurde.

Bei Handspiel auf der Torlinie soll der Treffer zählen.

Nach einem Elfmeter soll der Nachschuss verboten werden. Bei gescheitertem Versuch soll das Spiel stattdessen mit einem Abstoss vom Tor fortgesetzt werden.

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