So sollen die Brexit-Verhandlungen in Brüssel ablaufen

Die Zeit ist knapp Big Ben in London

„Kein Zweifel – wir treten aus der EU aus“

EP-Chefunterhändler Verhofstadt wies britische Überlegungen zum Schutz der Rechte von EU-Bürgern zurück. Er will morgen die Verhandlungen mit der EU über den Brexit aufnehmen, der bis Ende März 2019 vollzogen sein soll.

Fast genau ein Jahr nach dem Votum der Briten für den EU-Austritt sitzen die Brexit-Unterhändler am Montag (11.00 Uhr) erstmals an einem Tisch.

"Wir wollen, dass beide Seiten stark und erfolgreich daraus hervorgehen, in der Lage, unsere geteilten europäischen Werte in die Zukunft zu tragen, führend in der Welt und entschlossen, die Sicherheit unserer Bürger zu schützen", hieß es in der Erklärung weiter. "Befremdlich ist aber, dass der britische Verhandlungsführer David Davis diese Rechte nur denen gewähren möchte, die vor dem 29. März eingereist sind", sagte der Liberale.

Die Europäische Union hält die Tür für Großbritannien offen.

An eine Rücknahme der EU-Austrittspläne Londons glaubt Kurz nicht.

Die EU hat eine Abfolge vorgegeben, die Großbritannien inzwischen offenbar akzeptiert. Die britische Regierung erteilte solchen Spekulationen aber eine Absage. Er reagierte damit auf Äußerungen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und des deutschen Außenministers Sigmar Gabriel, Großbritannien könne doch weiter in der EU bleiben. Der Brexit-Beauftragte des Europaparlaments, Guy Verhofstadt, hält sogar eine Abkehr vom Brexit für denkbar. Sie verlor bei einer vorgezogenen Neuwahl am 8. Juni ihre konservative Mehrheit im Parlament und ringt noch um die Unterstützung der nordirischen Partei DUP, um überhaupt weiter regieren zu können. May will ihr Land nicht nur aus der EU, sondern auch aus dem Binnenmarkt und der Zollunion führen und stattdessen ein besonderes Freihandelsabkommen abschließen. Labour hat allerdings auch keine Mehrheit.

Der britische Schatzkanzler Philip Hammond sagte, Großbritannien werde sowohl den Binnenmarkt als auch die Zollunion verlassen. Und drittens die weitere Durchlässigkeit der Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland. "Ich hoffe, dass die britische Regierung bei den morgen beginnenden Brexit-Verhandlungen den Realismus und die Kompromissbereitschaft zeigt, an dem es in der Vergangenheit gemangelt hat", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Es sprach von einer möglichen Übergangslösung für einige Jahre, bis man eine neue Lösung finde.

Nach der Wahlschlappe in Großbritannien geben Tory-Abgeordnete Premierministerin Theresa May einem Bericht zufolge nur noch zehn Tage Zeit, ihre Position als Regierungschefin zu retten. Ihrer Logik nach müssen die Briten den größten Binnenmarkt verlassen, weil die EU beim kniffligen Thema Personenfreizügigkeit bisher keinerlei Bewegung zeigt.

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