Steuerbetrug: Cristiano Ronaldo wehrt sich

Ein Bild aus der Zeit bei Real Madrid Ronaldo und Khedira

CRISTIANO RONALDO SIEHT IN ANDRE SILVA SEINEN NACHFOLGER

14,76 Millionen Euro Steuern soll Cristiano Ronaldo hinterzogen haben - so der Vorwurf der spanischen Justiz. Ronaldo, der ab dem Wochenende mit Europameister Portugal beim Confed Cup in Russland antreten wird, werde vierer "Verbrechen gegen die Staatskasse zwischen 2011 und 2014 beschuldigt, die einen Steuerbetrug von 14.768.897 Euro beinhalten", erklärte die Staatsanwaltschaft.

Ronaldo habe dabei von Strukturen "profitiert", die im Jahr 2010 eigens geschaffen wurden, um in Spanien erzielte Einkünfte den Steuerbehörden zu verheimlichen. Der Verein habe "volles Vertrauen in unseren Spieler Cristiano Ronaldo, der unserem Verständnis nach in Übereinstimmung mit der Rechtmäßigkeit in Bezug auf die Erfüllung seiner steuerlichen Verpflichtungen gehandelt hat", hieß es in einem Statement. Nun schaltete der Fiskus die Madrider Staatsanwaltschaft ein, die gegen den vierfachen Weltfussballer Klage wegen millionenschweren Steuerbetrugs erhob. Die spanische Staatsanwaltschaft hat Cristiano Ronaldo Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vorgeworfen. Die Informationen hatte die Enthüllungsplattform "Football Leaks" zur Verfügung gestellt.

Die Steuernorm war massgeschneidert für Spaniens internationale Fussballer, die ihre inländischen Einkünfte nur mit einem niedrigen Satz von 24 Prozent versteuern mussten und nicht zum damals für Spitzenverdiener üblichen Maximalsatz von 48 Prozent.

Der viermalige Weltfußballer ist nach Angaben des US-Magazins "Forbes" der bestbezahlte Sportler der Welt. Der Portugiese verdiente in den vergangenen zwölf Monaten knapp 83 Millionen Euro, wie aus einer dieser Tage veröffentlichten "Forbes"-Liste hervorgeht".

Das berichten verschiedene spanische Medien unter Berufung auf den Steuerexperten-Verband des spanischen Finanzministeriums (Gestha). So habe Ronaldo Einnahmen von rund 150 Millionen Euro verschleiert. Weil die Strafe unter zwei Jahren und Messi nicht vorbestraft war, wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt.

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