Studie: Deutschland sichert 4,8 Millionen Jobs in EU

Im Jahr 2015 hat Deutschland laut Studie aus der EU Güter im Wert von fast 620 Milliarden Dollar importiert. Quelle dpa

Centro in Oberhausen Im Jahr 2015 hat Deutschland laut Studie aus der EU Güter im Wert von fast 620 Milliarden Dollar importiert

Die deutsche Wirtschaft ist einer Studie zufolge dafür verantwortlich, dass in den anderen Staaten der Europäischen Union fast 4,8 Millionen Jobs gesichert werden.

Eine dynamische deutsche Nachfrage bremse keineswegs die Entwicklung in den Nachbarländern, sondern sei eine wichtige Triebfeder für deren Wachstum, heißt es in dem Gutachten, das die bayerische Wirtschaft in Auftrag gegeben hatte. Eine Verschlechterung der deutschen Wettbewerbsfähigkeit hätte zur Folge, dass die Wirtschaftsleistung in der gesamten EU bis 2023 um 36 Milliarden Euro niedriger ausfallen könnte.

München. Deutschland steht wegen seines hohen Handelsüberschusses seit Jahren in der Kritik.

Von der deutschen Industrie und Importnachfrage profitieren laut Prognos vor allem die direkten Nachbarländer. Allein die Nachfrage der deutschen Industrie nach Vorleistungs- und Investitionsgütern sichere etwa 3,4 Millionen Jobs in anderen europäischen Staaten.

Auch führt die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie laut Prognos nicht zu einer breiten Marktverdrängung von Unternehmen aus den übrigen Ländern.

Warum Deutschland jetzt mehr in Europa investieren sollte. In Ländern wie Tschechien, der Slowakei, den Niederlanden und Österreich bedingt die deutsche Importgüternachfrage zwischen sieben und acht Prozent der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung - und sorgt damit für jeweils Hunderttausende Arbeitsplätze. Auch US-Präsident Donald Trump ist dies ein Dorn im Auge.

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