Tommy Haas überraschte mit Sieg über Federer

Freilos

Roger Federer könnte beim Turnier in Stuttgart in Runde zwei auf Tommy Haas treffen sofern der zum Auftakt gewinnt

Mit dem überraschenden 2:6, 7:6 (10:8), 6:4 zog der Weltranglisten-302. bei dem Rasen-Turnier ins Viertelfinale ein.

Teilzeit-Profi Tommy Haas ist beim Tennisturnier in Stuttgart gegen Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer über sich hinaus gewachsen und erstmals in dieser Saison in ein Viertelfinale auf der ATP-Tour eingezogen. "Aber man weiß nie, was passiert", sagte Haas augenzwinkernd.

Nach insgesamt vier Schulteroperationen wird Haas, der in diesem Jahr zum ersten Mal als Turnierdirektor des Masters in Indian Wells fungierte, zum Ende des Jahres voraussichtlich aufhören. Anständiges Wettkampftennis spielen und den Moment genießen, das hat oberste Priorität. In der Runde der letzten Acht bekommt es Haas beim mit 701.975 Euro dotierten Rasenturnier am Freitag mit Mischa Zverev zu tun, der zuvor den deutschen Qualifikanten Yannick Hanfmann 7:6 (7:1), 6:2 bezwungen hatte. Dafür kommt das Match gegen Federer gerade recht.

Für den 18-maligen Major-Sieger Federer, der für die erste Runde ein Freilos gehabt hatte, war es der erste Auftritt nach zweimonatiger Ruhepause.

In der für die Qualifikation maßgeblichen Jahreswertung folgt Roger Federer auf Platz zwei vor dem österreichischen Aufsteiger Dominic Thiem, French-Open-Finalist Stan Wawrinka aus der Schweiz, Deutschlands Top-Talent Alexander Zverev, dem Serben Novak Djokovic, London-Titelverteidiger Andy Murray und dem Belgier David Goffin. Auch viele andere Mitglieder seiner Familie saßen bei der Station Stuttgart seiner Abschiedstour im Publikum. "Meine Tochter und Schwiegermutter sind heute aus Los Angeles angekommen", berichtete Haas "happy". Gegen Haas gelang ihm das nur bedingt. "Für mich geht das Jahr jetzt erst richtig los". Haas vergab beim Stand von 4:4 einen Breakball, ehe Herbert punktete und danach seinerseits mit dem Break zum 6:4 für seinen Satzgewinn sorgte. "Ich bin auch Tennis-Fan und sehe ihn gern spielen", räumte Haas ein.

Florian Mayer (Bayreuth) dagegen verpasste etwas überraschend als einziger Deutscher am Dienstag das Achtelfinale. Nach der Aufgabe des Zyprers Marcos Baghdatis zum Auftakt musste der 33-Jährige diesmal 2:36 Stunden kämpfen, ehe er den fünften Matchball verwandelte.

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