US-Justiz ermittelt nun auch gegen Donald Trump persönlich

Donald TRumps Vertraute müssen Russland Unterlagen aufbewahren

Donald TRumps Vertraute müssen Russland Unterlagen aufbewahren

Nun rückt offenbar der US-Präsident selbst ins Visier des Sonderermittlers.

Ein Vertreter von Trump-Anwalt Marc Kasowitz reagierte wütend: "Das Enthüllen von Informationen des FBI über den Präsidenten ist ungeheuerlich, unentschuldbar und illegal", heisst es in einer Stellungnahme von einem Sprecher der Kanzlei von Kasowitz. "Sie haben eine faule Geschichte zu Kungeleien mit den Russen erfunden, jetzt versuchen sie es mit Justizbehinderung bei ihrer faulen Geschichte". Trumps Antwort: "Das ist die größte Hexenjagd in der Geschichte der USA". Comey sei darauf nicht eingegangen.

Es handele sich um Geheimdienstkoordinator Dan Coats, NSA-Chef Michael Rogers und Richard Ledgett, den früheren stellvertretenden NSA-Chef.

In der öffentlichen Anhörung des Kongresses hatten Coats und Rogers wenig Erhellendes beigesteuert. Er sei sich nicht sicher, was Trump durch den Kopf gegangen sei, als er Comey entlassen habe, erwiderte Sessions nunmehr. Dieser sei nicht neutral. Das Weiße Haus dementierte diese Darstellung des Trump-Vertrauten Christopher Ruddy nicht direkt, sagte aber, dass dieser nicht mit dem Präsidenten über das Thema gesprochen habe.

In der Affäre ging es bisher um eine mutmaßliche russische Einflussnahme auf die US-Präsidentschaftswahl im vergangenen November und um Kontakte aus Trumps Wahlkampfteam zu russischen Offiziellen.

Unklar blieb zunächst, ob Trumps Äußerung gegenüber Comey, er möge die Ermittlungen gegen Flynn fallen lassen, der einzige Anhaltspunkt ist.

Sessions, im Wahlkampf der erste Politiker von Rang, der ins Lager Trumps überlief, gab die Untersuchung der sogenannten Russland-Connection ab, da er selber über seine Gespräche mit Kisljak nicht die Wahrheit gesagt hatte.

Wie Sessions sieht Trump die Regierung als Führungsmannschaft, die für Amerika arbeitet und von unpatriotischen Neidern angefeindet wird. Angeblich, weil dieser auch wegen seiner Freundschaft zu seinem FBI-Amtsnachfolger James Comey befangen sein könnte. Demnach stimme es nicht, dass der Präsident vom FBI-Direktor persönliche Loyalität gefordert oder die Einstellung der Untersuchung gegen Mike Flynn verlangt habe. US-Sonderermittler Robert Mueller laut der Washington Post Ermittlungen gegen den US-Präsidenten aufgenommen. Doch dann hat Trump plötzlich selbst öffentlich betont, bei der Entlassung "das Russland-Ding" im Kopf gehabt zu haben.

Kremlchef Wladimir Putin bot Comey unterdessen Asyl in Russland an.

Robert Mueller, der frühere FBI-Chef, wurde vom Justizministerium zum Sonderermittler in der Russland-Affäre berufen. Snowden lebt nach einer spektakulären Flucht in Russland.

Indes traf sich Sonderermittler Mueller am Mittwoch mit den Spitzen des Geheimdienstausschusses des US-Senats.

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