US-Student Otto Warmbier nach Rückkehr aus Nordkorea gestorben

Aus Nordkorea befreiter US-Student trägt schwere Gehirnverletzungen

Koma-Patient Warmbier: “reaktionslose Wachheit”

Sein Aufenthalt in Nordkorea war für den US-Studenten Otto Warmbier nur ein Zwischenstopp, der ihm letztendlich das Leben kostete.

Tomás Ojea Quintana sagte am Freitag in einer Erklärung, der Zustand von Warmbier beweise die mangelnde Achtung von Menschenrechten der Gefangenen in Nordkorea.

Zuletzt befanden sich nach Angaben von US-Aussenminister Tillerson noch drei weitere Amerikaner in Nordkorea in Gewahrsam. Daniel Kanter vom Krankenhaus der Universität von Cincinnati.

Vergangene Woche wurde Warmbier aus "humanitären Gründen" freigelassen und im Wachkoma liegend in die USA ausgeflogen. Er soll wegen einer Lebensmittelvergiftung und einem Schlafmittel ins Koma gefallen sein.

Im März 2016 war Warmbier, der mit einer Reisegruppe Nordkorea besucht hatte, wegen Diebstahls zu 15 Jahren Straflager verurteilt worden.

Die Eltern erfuhren eine Woche vor der Rückkehr, dass ihr Sohn seit fast 15 Monaten im Koma liegt. Er konnte zwar die Augen öffnen und blinzeln, es gab aber keine Anzeichen, dass er auf Sprache oder Aufforderungen reagieren konnte.

Otto Frederick Warmbier war Anfang 2016 am Flughafen von Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang verhaftet worden.

Die Begründung der nordkoreanischen Seite, er sei an einer Fleischvergiftung erkrankt und nach Einnahme einer Schlaftablette nicht mehr aufgewacht, halten sie für nicht glaubwürdig. Er soll versucht haben, in seinem Hotel ein Propagandaplakat zu stehlen. Die Ärzte wollten nicht über die Hintergründe der Verletzungen spekulieren.

Seiner Freilassung voraus gingen intensive diplomatische Bemühungen des US-Außenministerium und des schwedischen Außenamtes, das die Interessen der USA in Nordkorea vertritt.

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