Waldbrand in Portugal tötet mindestens 39 Menschen

Kampf gegen die Flammen

Waldbrand in Portugal tötet mindestens 39 Menschen

Verursacht wurde sie durch einen Blitzschlag. Die meisten Opfer sind Autofahrer, die in ihren Autos feststeckten. Die Europäische Union sagte Portugal im Kampf gegen die Flammen Hilfe zu.

Der schlimmste Waldbrand in Portugal seit Jahrzehnten hat mindestens 62 Menschen das Leben gekostet. Nach Angaben des Rundfunksenders RTP wurden zudem etwa 20 Menschen verletzt, darunter sechs Feuerwehrmänner.

Eine von der Regierung angeordnete dreitägige Staatstrauer begann heute. Es gebe Dörfer, die "von den Flammen völlig eingekesselt" seien, sagte der Bürgermeister der Region.

Vermutlich hat ein Blitzeinschlag den Grossbrand ausgelöst. Am Sonntagnachmittag hatte die Feuerwehr zwei der vier Feuerfronten unter Kontrolle, sagte Gomes. Das Feuer war am Samstagnachmittag gegen 14 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MESZ) aus noch unbekannter Ursache ausgebrochen. Viele der Opfer verbrannten in ihren Autos bis zur Unkenntlichkeit.

Einige betroffene Dörfer konnten wegen der Flammen zunächst nicht erreicht werden, weshalb mit weiteren Opfern gerechnet wurde.

Auch Präsident Marcelo Rebelo de Sousa sprach von einer "Tragödie".

Die Zahl der Todesopfer stieg laut Behördenangaben bereits auf 62. Dutzende wurden verletzt. Feuerwehrfahrzeuge wurden von den Flammen zerstört. In Portugal herrschten am Samstag Temperaturen von teilweise über 40 Grad Celsius.

Inzwischen sind nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Lusa rund 2000 Rettungskräfte mit 620 Fahrzeugen im Einsatz, um das Feuer in den Griff zu bekommen. Starke Winde erschwerten die Löscharbeiten, hiess es.

Der Kreis Pedrógão Grande hat auf 128 Quadratkilometer Fläche lediglich rund 4000 Einwohner, die sich in erster Linie der Land-, aber auch der Textilwirtschaft widmen. Die nahezu unberührte Natur mit Lagunen und Stauseen zog in den vergangenen Jahren immer mehr Wanderer und Wassersportler an. Auf Bitte des Landes würden Löschflugzeuge organisiert. Frankreich habe sofort drei Maschinen zugesagt. Zudem helfe Spanien mit zwei Flugzeugen. Bei den Minnesota Wild hat es Nino Niederreiter auf die Liste geschafft. Bundesrat Didier Burkhalter kondolierte dem Aussenminister Portugals Augusto Santos Silva in einem SMS.

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Grössere Überraschungen blieben dabei aus. Die Colorado Avalanche schützen Sven Andrighetto. Yannick Weber dagegen könnte von den Golden Knights ausgewählt werden.

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