Auto rast nach Neonazi-Demo in Gegendemonstranten: Ein Toter

USA Auto rast in Protestzug

USA Auto rast in Protestzug 00:00:27

Dabei waren ebenfalls mehrere Menschen verletzt worden.

Auf Twitter geteilte Videos zeigen, wie ein Auto mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Demonstranten fuhr, die gegen einen Aufmarsch rechter Gruppen protestierten. Den Fackelzug vom Freitagabend nannte der demokratische Bürgermeister Mike Signer in einem Facebook-Beitrag eine "feige Parade von Hass, Fanatismus, Rassismus und Intoleranz".

Bereits zuvor war es am Rande der Kundgebung verschiedener ultrarechter Gruppen in der Stadt in Virginia zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten gekommen.

Kurz vor Beginn der Kundgebung, zu der Rechtsextreme wie der Alt-right-Ideologe Richard Spencer und Ex-Klan-Führer David Duke angereist waren, entzog die Stadt die Versammlungserlaubnis. Kritiker lasten Trump an, sich nicht genügend von den Rechten distanziert zu haben. Der Gouverneur des US-Staats Virginia sah sich sogar dazu genötigt, den Notstand für die Stadt Charlottesville auszurufen. Es kommt zu Zusammenstößen mit Gegendemonstranten.

Anlass für die Kundgebung war ein Stadtratsbeschluss, eine Statue des Konföderierten-Generals Robert E. Lee aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg zu entfernen. Auslöser für die Entscheidung war eine Petition eines afroamerikanischen Schülers.

A man stops to comfort Joseph Culver of Charlottesville as he kneels at a late night vigil to pay his respect for a friend injured in a car attack on counter protesters after the
Trauer und Entsetzen in Charlottesville

Mitglieder rechter und linker Gruppen gehen in Charlottesville aufeinander los.

US-Präsident Donald Trump hat die Ausschreitungen bei einer Versammlung des Ku-Klux-Klans und anderer rechtsextremer Gruppen scharf verurteilt.

Trump verurteilte die Gewalt, nachdem sich zunächst nur First Lady Melania geäußert hatte. Später fügt er bei einer Pressekonferenz hinzu: "Egal, welche Farbe oder Religion wir haben, wir sind zuallererst Amerikaner". Erwartet wurden bis zu 6000 Teilnehmer.

Die Gewalt eskalierte am Sonnabendvormittag als die Rechtsradikalen sich um die umstrittene Statue versammelten. Mehrere Personen seien verletzt in Krankenhäuser gebracht worden, berichtete der Sender CNN. Sowohl die Rechten, die zum Teil Symbole von weißen Nationalisten und die Flagge der Konföderation trugen, als auch die Gegendemonstranten waren mit Helm und Schutzanzügen gekleidet, einige schwenkten Holzpfosten und lieferten sich heftige Faustkämpfe.

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