China und die USA fordern von Nordkorea ein Ende der Provokationen

Mahnt seinen US-Kollegen zur Zurückhaltung Chinas Präsident Xi Jinping, hier während seines US-Besuches im April mit Donald Trump

Nordkorea droht USA mit Erstschlag

US-Präsident Donald Trump hat im Atomkonflikt mit Nordkorea nachgelegt und das Land eindringlich vor Militäroperationen gegen die USA gewarnt. "Militärische Lösungen sind nun komplett vorbereitet, geladen und entsichert für den Fall, dass Nordkorea unklug handeln sollte", schrieb Trump am Freitag auf Twitter. Und weiter: "Hoffentlich findet Kim Jong Un einen anderen Weg!" Eine militärische Antwort halte sie in dem Konflikt mit Nordkorea "nicht für geboten", sagte sie auf die Frage, wie sie Trumps neue Drohungen bewerte und ob Deutschland im Kriegsfall an der Seite der USA stehe. Dieser hatte zuvor das US-Außengebiet Guam im Pazifik als mögliches Angriffsziel identifiziert, sollten die USA ihre "provokativen" Handlungen nicht einstellen. Trump sagte zunächst, die USA würden "mit Feuer und Wut" auf weitere Provokationen reagieren. Xi rief überdies alle beteiligten Seiten auf, "Zurückhaltung zu üben" und "den Weg des Dialogs, der Verhandlungen und einer politischen Lösung weiterzugehen".

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, sich im Nordkorea-Konflikt klarer zu positionieren. Wichtig sei jetzt die internationale Abstimmung, besonders zwischen den USA und China, aber auch mit Südkorea und Japan. "Niemand, das gilt auch für Nordkorea, sollte uns mit irgendetwas bedrohen", betonte er. Dafür müsse der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un seine Nuklear- oder Raketentests beenden.

Trump und Nordkorea hatten sich in den vergangenen Tagen mehrfach mit Drohungen gegenseitig überzogen. An Nordkorea gerichtet sagte Trump, er hoffe, dass seine Botschaft angekommen sei. Den US-Präsidenten bezeichnete sie als "schrecklichen Atomkriegs-Fanatiker".

Die Nordkorea-Krise belastete auch am Freitag weltweit die Börsen. Am Freitag (Ortszeit) hieß es dann aus Pjöngjang, die USA müssten mit einer "schandvollen Niederlage" rechnen, sollten sie weiter auf "extreme militärische Abenteuer" sowie Sanktionen und Druck bestehen. Sie forderte, kein Land soll mehr Gastarbeiter aus Nordkorea aufnehmen - denn das von ihnen verdiente Geld fließe nicht in die Familien, sondern in Rüstungsprogramme der Regierung. Trump sagte aber auch: "Niemand liebt eine friedliche Lösung mehr als Präsident Trump". Der amerikanische Verteidigungsminister James Mattis war indes um Entspannung bemüht. Diese hatte nach Schätzungen eine theoretische Reichweite von rund 10 000 Kilometern.

Neuesten Nachrichten