Deutlicher Rutsch unter 12000 Punkte erwartet wegen Nordkorea — DAX-FLASH

Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes

Aktien Frankfurt Schluss: Schwächerer Eurokurs schiebt Dax etwas an

Der Dax schloss kaum verändert bei 12.014,06 Punkten. Die USA haben sich nach Angaben von Präsident Donald Trump für einen etwaigen militärischen Konflikt mit Nordkorea aufgestellt. Beide Indizes verbuchen seit Jahresbeginn noch immer deutlich höhere Zugewinne als der Dax. "Nun kehrt die Angst zurück", schrieb Tobias Basse von der NordLB mit Blick auf die Aktienschwäche der vergangenen Tage. Eine solche wäre sicher positiv für die internationalen Aktienmärkte. Die Aktien des Kohlefaserspezialisten SGL kletterten um 7,05 Prozent nach oben und erreichten damit ein Jahreshoch, nachdem Gedankenspiele zur Übernahme des Gemeinschaftsunternehmens mit BMW publik geworden waren. Schlusslichter waren jedoch die Finanzwerte. Nach Vorlage von Geschäftszahlen schnitten dagegen die Aktien von Evotec unter den deutschen Tech-Werten mit einem Plus von mehr als 8 Prozent bisher am besten ab. Der Kurs fiel auf den niedrigsten Stand seit Anfang Dezember.

Schwächster MDax-Wert mit minus viereinhalb Prozent waren die Papiere des Spezialchemie-Konzerns Lanxess nach einem überraschend starken Gewinnrückgang im zweiten Quartal. Der Immobilienkonzern hatte den Ausblick auf 2017 bestätigt. Einige Analysten starteten die Papiere nun mit Kaufempfehlungen - so Goldman Sachs, Berenberg und Jefferies. Auch für Papiere des Versorgers Innogy ging es nach Halbjahreszahlen um 1,8 Prozent runter.

Im TecDax wurden die Anteile des auf Arztpraxen und Apotheken spezialisierten Softwareanbieters Compugroup von Befürchtungen über ein mögliches Aus für die elektronische Gesundheitskarte um 4,60 Prozent nach unten gezogen. Die Titel des Herstellers von 3D-Druckern verloren mehr als fünf Prozent. Der britische FTSE 100 und der französische CAC-40 legten ebenfalls moderat zu.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,79 Prozent auf 3406,34 Punkte nach unten. In New York stand der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa leicht im Plus.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,22 Prozent am Freitag auf 0,24 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,21 Prozent auf 141,60 Punkte.

Der Euro stieg mit zuletzt 1,1816 US-Dollar wieder über die Marke von 1,18 Dollar. Der Bund Future gewann 0,11 Prozent auf 163,35 Punkte. Ein unerwartet geringer Anstieg der US-Verbraucherpreise im Juli belastete die US-Währung. Die Gemeinschaftswährung machte einen Teil ihrer Verluste rasch wett und hielt sich am Montag im Bereich um die 1,18 US-Dollar. Der Dollar hatte damit 0,8477 (0,8426) Euro gekostet.

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