Donald Trump vs. Nordkorea - ein Konflikt der schon sein vielen Jahren gärt

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GETTY IMAGES ALEX WONG US-Verteidigungsminister James Mattis

"Militärische Lösungen sind nun voll einsatzfähig, geladen und entsichert, sollte Nordkorea unklug handeln", schrieb Trump am Freitag auf Twitter.

Seine Drohungen gegenüber Nordkorea bekräftigte der US-Präsident vor Reportern auf seinem Golf-Anwesen im Bundesstaat New Jersey, wo er derzeit Urlaub macht.

In der Krise mit Nordkorea hat Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump zu Zurückhaltung aufgerufen. Er fügte hinzu, dass China bereit sei, mit den USA zusammenzuarbeiten, um die Probleme "angemessen zu lösen". "Alle unsere Befürchtungen, die wir verbunden haben mit der Unberechenbarkeit der Politik von Donald Trump, werden bedauerlicherweise jetzt bestätigt", sagte er am Freitag in Berlin. Sollte Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un US-Gebiet oder Gebiete von Alliierten angreifen, werde dieser es bereuen. Daraufhin drohte das weitgehend isolierte Land mit dem Raketenbeschuss von Zielen im Umfeld von Guam. "Aber sie haben jetzt 25 Jahre lang verhandelt". Am Freitag (Ortszeit) hieß es dann aus Pjöngjang, die USA müssten mit einer "schandvollen Niederlage" rechnen, sollten sie weiter auf ihre "extremen militärischen Abenteuer" sowie Sanktionen und Druck bestehen. Ein fundierter Dialog sei mit dem US-Präsidenten nicht möglich. Trump hatte China in der Vergangenheit mehrfach vorgeworfen, zu wenig zur Lösung des Konflikts beizutragen. Sie forderte, kein Land soll mehr Gastarbeiter aus Nordkorea aufnehmen - das von ihnen verdiente Geld fließe nicht in die Familien, sondern in Rüstungsprogramme der Regierung. "Demonstrationen der Stärke" seien nicht angebracht, hieß es aus dem chinesische Außenministerium in Peking. "Wir bitten die Regierung Nordkoreas, die von der internationalen Gemeinschaft ausgesprochenen Warnungen ernst zu nehmen". Diese hatte nach Berechnungen von Experten eine theoretische Reichweite von rund 10.000 Kilometern. Später sagte er, Kim werde einen Angriff auf die USA "bereuen". Als Reaktion auf den Raketentest verhängte der UN-Sicherheitsrat die bislang schärfsten Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea. Der deutsche Leitindex Dax gab deutlich nach, der US-Index Dow Jones begab sich noch rasanter auf Talfahrt.

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