Gerade besonders viele Sternschnuppen zu sehen

Sternschnuppengucken am Samstag

Gerade besonders viele Sternschnuppen zu sehen

Derzeit wird viel geboten für Himmelsgucker: Auf die Mondfinsternis folgen die Perseiden. Am ehesten könne am Alpenrand und nördlich der Mittelgebirge auf vorübergehende Auflockerung gehofft werden. Am 11. und 12. August finden dort Sternschnuppennächte statt. Im Upland, im Westerwald und vielleicht auch im Rheingau können Sterngucker auf ihre Kosten kommen.

"Die Erde durchquert einmal im Jahr diesen Partikelstrom der Persieden".

Auch wenn das Mondlicht in diesem Jahr viele Perseiden verblassen lässt, werden die Lichtspuren der besonders hellen unter den Augustmeteoren am Nachthimmel deutlich sichtbar sein.

Mit unglaublichen 216.000 Kilometern pro Stunde rasen sie durchs All und gehören damit zu den schnellsten Sternschnuppen.

Ein flacher, uneingeschränkter Horizont und ein dunkler Nachthimmel sind am besten um die Sternschnuppen gut sehen zu können, weit weg vom Lichtsmog der Großstädte.

"Wir müssen dieses Jahr einschränkend sagen, dass sich zum Maximum der Mond doch noch recht rund gesellt".

In der Nacht mit den meisten Perseiden geht der abnehmende Mond bereits gegen 23.00 Uhr auf.

Auch der Mond wird das Beobachten der Sternschnuppen voraussichtlich erheblich stören. Vier Tage nach Vollmond ist in der Nacht zum Sonntag die Oberfläche unseres himmlischen Begleiters immer noch zu gut 80 Prozent beleuchtet.

"Die lichtschwächeren Meteore werden auf jeden Fall überstrahlt", sagt die Bochumer Astronomin Susanne Hüttemeister. Für die nördlichen Mittelgebirge und die norddeutsche Tiefebene hingegen rechnen die Wetterfrösche mit wechselnder Bewölkung und Auflockerungen.

Die Bezeichnung Sternschnuppenschauer der Perseiden leitet sich aus den Sternbildern ab.

Dabei treten zahlreiche Staubkörner mit hoher Geschwindigkeit (rund 60 Kilometer pro Sekunde) in die Erdatmosphäre ein und durch Ionisation an den Luftmolekülen entstehen "Lichtspritzer" am nächtlichen Sternenhimmel - die Sternschnuppen. Bei den Sternschnuppen handelt es sich um Sandkorn große Objekte, die verglühen. Noch heller, aber auch entsprechend seltener sind die so genannten Feuerkugeln.

Ursprung der Bruchstücke (Meteoroide) sind oft Kometen, die diese Teilchen entlang ihrer Bahn um die Sonne verstreuen. Wichtig sei ein freier Blick auf den ganzen Himmel, am bequemsten sei die Beobachtung im Liegen. Wer den Meteorstrom fotografieren will, sollte eine Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv auf ein Stativ montieren und eine Langzeitbelichtung wählen.

Neuesten Nachrichten