James Mattis: US-Verteidigungsminister droht Nordkorea mit Vernichtung

US-Präsident Donald Trump stellt Nordkorea

Startseite Politik Ausland US-Präsident Donald Trump stellt Nordkorea"Feuer und Zorn in Aussicht

Aus den markigen Worten der beiden Machtmenschen spricht jedoch vor allem Unsicherheit, wie es. Dort sind "Feuer" und "Zorn" Umschreibungen des Gottesgerichts.

In den USA gab es jedoch auch Kritik an Trumps Äußerungen. Das Regime in Pjöngjang drohte hingegen mit einem Angriff auf den US-Stützpunkt Guam im Pazifik. "Sachlicher Dialog ist mit so einem Typen bar jeder Vernunft nicht möglich, nur mit absoluter Stärke ist ihm beizukommen", hieß es in einer Stellungnahme der Streitkräfte, aus der die nordkoreanische Staatsagentur KCNA zitierte. "Es ist nun weitaus stärker und schlagkräftiger als je zuvor".

US-Außenminister Rex Tillerson erklärte am Mittwoch, Trump habe dem koreanischen Machthaber Kim Jong Un eine Botschaft gesendet, die dieser verstehe. Die USA seien aber auch bereit, militärische Mittel einzusetzen, um sich selbst und ihre Verbündeten zu verteidigen. Trump erklärt Nordkorea im Gegenzug beinahe den Krieg. "Der Druck beginnt, sich zu bewähren", sagte der US-Außenminister. "Die großen Führer, die ich kenne, sprechen keine Drohungen aus, solange sie nicht zum Handeln bereit sind". US-Präsident Donald Trump drohte Pjöngjang indirekt einen Atomwaffeneinsatz an. Trotz bereits bestehender umfassender Sanktionen treibt Pyongyang seit Jahren sein Atomwaffenprogramm voran und schießt immer wieder Raketen zu Testzwecken ab. Amerikanische Medien bewerteten das als Erfolg Trumps und seiner außenpolitisch eher unerfahrenen UN-Botschafterin Nikki Haley. Die Frage sei, "ob nur die USA die Option eines von ihnen so genannten "Präventivkriegs" haben".

Inzwischen ist Nordkorea nach Erkenntnissen der USA und Japans in der Lage, Raketen mit Miniatur-Atomsprengköpfen zu bestücken - auch Interkontinentalraketen. Wie die "Washington Post" am Dienstag unter Berufung auf vertrauliche Geheimdiensterkenntnisse berichtete, hat Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm erhebliche Fortschritte gemacht. Das wäre eine wichtige Entwicklung bei dem Versuch Nordkoreas, zu einer richtigen Atommacht zu werden. Ein Bericht des japanischen Verteidigungsministeriums kam zu ähnlichen Schlüssen.

Der Konflikt mit dem kommunistisch regierten Land gilt als der derzeit gefährlichste der Welt.

Seine Drohungen rechtfertigte Pjöngjang mit einer Mobilisierung des Atomwaffenarsenals sowie Raketentests durch die USA und Übungen mit Langstreckenbombern über Südkorea. Beide Länder fühlen sich durch das Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas zunehmend bedroht.

Südkoreas Streitkräfte warnte den Norden am Donnerstag mit ungewohnt deutlichen Worten vor einer weiteren Eskalation des Konflikts. "Ich glaube, wir brauchen eine vollständige Verteidigungsreform im Sinne einer Wiedergeburt, anstatt nur einige Modifizierungen oder Verbesserungen durchzuführen", sagte Moon der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zufolge bei einer Besprechung mit sechs Spitzenbefehlshabern seines Militärs. Demnach will Südkorea unter anderem Raketen mit höherer Sprengkraft anschaffen, um unterirdische Bunker zerstören zu können. "Das ist uns allen klar". Diese hatte nach Berechnungen von Experten eine theoretische Reichweite von rund 10.000 Kilometern. "Gegenüber Nordkorea müssen wir hart und mit Bedacht vorgehen", sagte Senator Chuck Schumer in einer Stellungnahme.

Als Reaktion auf den Raketentest hat der Uno-Sicherheitsrat am Wochenende die bisher schärfsten Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea verhängt.

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