Merkels Vorsprung vor Schulz so groß wie noch nie

Der Wahlkampf geht in die heiße Phase

Der Wahlkampf geht in die heiße Phase Merkel gegen Schulz 00:01:37

Andere Prognosen sehen sie dagegen im Abwärtstrend - und viele Wähler sind noch unentschlossen.

Ihr Herausforderer Martin Schulz verlor ebenfalls und kommt mit 33 Prozent auf ein neues Allzeit-Tief. Damit bleiben die beiden großen Parteien unverändert im Vergleich zu letzten Erhebung Ende Juli. In dem am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" der Forschungsgruppe Wahlen kommt die Union in der Sonntagsfrage auf 40 Prozent, die SPD auf 24 Prozent. Mehrheitliche Zustimmung findet Merkel bei den Anhängern der FDP (76 Prozent), die Anhänger der Grünen sind eher geteilter Meinung (47 Prozent Merkel, 42 Prozent Schulz). Hier liegt die Linke (neun Prozent) nur knapp vor FDP, AfD und Grünen (jeweils acht Prozent).

Im Deutschlandtrend von Infratest Dimap im Auftrag der ARD-"Tagesthemen" und der WELT vom Donnerstag verlor Merkel dagegen an Beliebtheit: Im August war demnach der Anteil jener Befragten zurückgegangen, die mit der CDU-Vorsitzenden "zufrieden" oder "sehr zufrieden" sind - und zwar um nicht weniger als zehn Punkte im Vergleich zum Vormonat. Nur mehr 59 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Bundeskanzlerin zufrieden, um zehn Prozent weniger als noch einen Monat zuvor. Für Rot-Rot-Grün oder eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP würde es nicht reichen. Schwarz-Gelb und Schwarz-Grün befänden sich an der Grenze zur Mehrheitsfähigkeit. Potentiale der Parteien bei der Bundestagswahl Dass die Bundestagwahl trotz des deutlichen Vorsprungs der Union und der Kanzlerin noch keinesfalls gelaufen ist, macht die Nachfrage deutlich, ob auch andere Wahloptionen denkbar sind. Mehr als zwei Drittel aller Wähler (69 Prozent) geben an, dass sie sich neben der in der Wahlabsicht genannten Partei noch mindestens eine weitere Partei vorstellen könnten, zu wählen. Lediglich 31 Prozent sind genau auf eine Partei festgelegt. Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU: 43 Prozent, SPD: 24 Prozent, Linke: 7 Prozent, Grüne: 9 Prozent, FDP: 8 Prozent, AfD: 7 Prozent. Die tatsächlichen Werte in der Gesamtbevölkerung können also entsprechend nach oben oder unten abweichen.

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