Nach "Sieg Heil"-Post: Trump-Freund gefeuert"

Jeffrey Lord

Nazi-Gruß kostet CNN-Kommentator den Job

Der US-Nachrichtensender CNN hat seinen konservativen Kommentator Jeffrey Lord nach einem "Sieg Heil!"-Gruß an einen Kritiker via Twitter gefeuert". "Nazi-Grüße sind unvertretbar", hieß es in einer Stellungnahme des Senders von Donnerstag. Dabei sei sein Tweet missverstanden worden, meint er.

"Jeffrey Lord arbeitet nicht mehr bei uns".

Wie die "New York Times" berichtete, hatte Trump-Unterstützer Lord als Antwort an den Chef der liberalen Interessensvertretung Media Matters for America Angelo Carusone die Worte "Sieg Heil" geschrieben. Der Beitrag soll später gelöscht worden sein.

Die beiden waren in dieser Woche mehrfach in dem sozialen Netzwerk aneinandergeraten. Die Auseinandersetzung heizte sich so weit auf, dass Lord mit dem Hitlergruß auf die Kritik Carusones antwortete.

Dafür bezog er sich auch auf einen Meinungsbeitrag der konservativen Zeitschrift "American Spectator", dem zufolge die "Faschisten" von Media Matters for America keine Ansichten zuließen würden, die sie nicht selbst hätten. "Ich verhöhne Leute, die Einschüchterungstaktiken im Stil von Faschisten und Nazis nutzen, um Leute loszuwerden - und ich bin derjenige, der gefeuert wird", sagte Lord der New York Times.

In der Vergangenheit war Lord durch diverse andere provokante Bemerkungen bekannt geworden.

In einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur AP sagte Lord, er respektiere CNN und die Journalisten des Senders. Im April nannte er Trump den "Martin Luther King" der Gesundheitsversorgung. Für das Recht auf freie Meinungsäußerung wolle er aber weiterhin einstehen.

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