Nordkorea - Pläne für Guam-Angriff bis Mitte August [1:00]

Donald Trump Quelle über dts Nachrichtenagentur

Donald Trump Quelle über dts Nachrichtenagentur

Steuern die USA und Nordkorea auf einen Atomkrieg zu - mit unvorhersehbaren Folgen rund um den Globus?

Mit Donald Trump, dem Präsidenten "bar jeder Vernunft", sei kein "vernünftiger Dialog" möglich. Und doch dürften auch diese Maßnahmen den nordkoreanischen Diktator Kim Yong-Un nicht davon abhalten, sein Raketen- und Atomwaffenprogramm fortzuführen. Nur "absolute Gewalt" funktioniere bei ihm, hieß es in einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA. China sei bereit sei, mit den USA zusammenzuarbeiten, um die Probleme "angemessen zu lösen". US-Präsident Donald Trump droht mit "Feuer und Zorn, wie sie die Welt noch nie gesehen hat", um dann hinzuzufügen, dass seine Wortwahl vielleicht noch nicht "scharf genug" gewesen sei. Das Telefonat fand am Freitag Ortszeit in den USA und Samstagmorgen in Peking statt.

Verlässlich ist Trump, was den russischen Präsidenten Putin angeht. Stattdessen kamen vermehrt Politiker zu Wort, die China die Schuld am Konflikt zuschreiben wollen. Die USA wollen, dass Peking den Druck auf Pjöngjang verschärft. Wenn allerdings die USA und Südkorea zuerst angriffen und versuchten das Regime zu stürzen, werde China dies verhindern. China hat vorgeschlagen, dass die USA ihre Manöver mit Südkorea einstellen, während Nordkorea sein Atom- und Raketenprogramm aussetzt, um Verhandlungen aufzunehmen. "Ich sehe auch keine militärische Lösung des Konflikts", sagte sie. "Hoffentlich wird alles gutgehen", sagte Trump in Bedminster (New Jersey) nach einem Treffen mit Außenminister Rex Tillerson und UN-Botschafterin Nikki Haley. "Gott hat Trump die Befugnis erteilt, Kim Jong-un aus dem Spiel zu nehmen", sagte Jeffress laut einem Bericht der "Washington Post" (Dienstag). Kurz darauf erklärte Nordkoreas Armee, sie erwäge, den US-Pazifikstützpunkt Guam anzugreifen. "Und was ich sage, meine ich auch". Auf Twitter schrieb er, militärische Lösungen seien vollständig vorbereitet. Wörtlich übersetzt würde es lauten: "gesichert und geladen".

Anzeichen für eine Truppenmobilisierung gibt es aber nicht.

US-Verteidigungsminister James Mattis hatte der Regierung in Pjöngjang am Mittwoch noch mit der "Vernichtung" des eigenen Volkes gedroht; nun zeigte er sich aber um Entspannung bemüht.

Pjöngjang hatte im Juli zweimal ballistische Langstreckenraketen getestet. Diese hatte nach Berechnungen von Experten eine theoretische Reichweite von rund 10 000 Kilometern. Nordkorea sollte "sehr, sehr nervös" sein, wenn es auch nur an einen Angriff auf die Vereinigten Staaten denke. Politisch wird er es sich nicht leisten können, noch einmal den UN-Sicherheitsrat anzurufen. Dem nordkoreanischen Militär gehe das "ziemlich auf die Nerven".

Das hochgerüstete Nordkorea könnte im Gegenzug die nur wenige Kilometer von der Grenze entfernte Metropolregion um Seoul mit etwa zehn Millionen Einwohnern dem Erdbeben gleichzumachen. Bei den Gesprächen am kommenden Montag, 14. August, solle über "mögliche weitere Schritte" der Europäischen Union diskutiert werden, teilte eine Sprecherin am Freitagabend in Brüssel mit. 23 Prozent der Befragten hätten demnach gar keine Sorgen.

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