Solarworld: Gläubiger geben grünes Licht für Verkauf

Frank Asbeck Solarwolrd 170811

Frank Asbeck kann erst einmal tief durchatmen

Eine Gläubigerversammlung des Unternehmens stimmte in Bonn dem Verkauf an eine Investorengesellschaft zu.

Mehr als 500 Beschäftigte an den Produktionsstandorten Freiberg in Sachsen und Arnstadt in Thüringen sowie am Firmensitz Bonn werden von Solarworld Industries übernommen, wie Solarworld auf seiner Website mitteilte. Die Übernahme habe einen Gesamtwert von 96 Millionen Euro, hieß es aus Teilnehmerkreisen der nicht öffentlichen Sitzung. Ohne die Zustimmung der Gläubigerversammlung hätten fast alle Solarworld-Beschäftigte entlassen werden müssen. Offizieller Käufer ist die neu gegründete Solarworld Industries GmbH, der Asbeck als Geschäftsführer vorsteht. Die Entscheidung muss allerdings noch vom Bundeskartellamt genehmigt werden.

Freitag entscheidet sich, ob er ab Mittwoch mit einer neuen SolarWorld weitermachen darf. Das Geld für das Geschäft kommt aus Katar. Einschließlich der Zentrale in Bonn gehe die neue Gesellschaft mit 515 Mitarbeitern an den Start.

Nach sechs Verlustjahren hatte das einstige Aushängeschild der deutschen Solarindustrie Anfang Mai Insolvenz angemeldet. Nach dem Verkauf startet das neue Rumpf-Unternehmen nach Einschätzung von Branchenexperten mit deutlich verbesserten Chancen.

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