Trump warnt Nordkorea: "geladen und entsichert"

Der US-Präsident legte verbal noch ein Schäuferl nach

Der US-Präsident legte verbal noch ein Schäuferl nach

Auf seinem Twitter-Kanal schrieb der US-Präsident: "Militärische Lösungen sind nun vollständig vorbereitet, geladen und gesichert, sollte Nordkorea unklug handeln".

Der russische Außenminister Sergej Lawrow äußerte sich "sehr beunruhigt". Der Plan zur Entschärfung der Krise sehe vor, dass Nordkorea seine Raketentests einstellen und die USA sowie Südkorea ihrerseits auf große Militärmanöver verzichten müssten.

An alle besorgten Bürger gerichtet sagte Trump jedoch weiter, er habe die Lage "unter Kontrolle". "Wenn er etwas in Guam unternimmt, dann wird es ein Ereignis sein, wie es noch niemand zuvor gesehen hat, was in Nordkorea passiert", sagte Trump an die Adresse des Machthabers in Pjöngjang, Kim Jong Un. Nordkorea hatte im Gegenzug erklärt, sich darauf vorzubereiten, Raketen in Richtung der US-Pazifikinsel Guam abzuschießen. Damals griffen die USA ein und drängten die Nordkoreaner zurück.

Nordkoreas Führung hatte am Donnerstag demonstrativ unbeeindruckt und mit Spott auf die jüngsten Drohungen Trumps reagiert. "Wir hoffen dennoch, dass der gesunde Menschenverstand siegen wird". "Eskalation der Sprache halte ich für die falsche Antwort", sagte sie am Freitag in Berlin. Er werde dafür einen signifikanten Milliardenbetrag bereitstellen, sagte Trump.

Der Konflikt zwischen Nordkorea und den USA scheint sich immer mehr zuzuspitzen.

Russland tritt nach seinen Worten gemeinsam mit China weiter für eine Deeskalation ein.

Merkel forderte eine "sehr enge Kooperation der betroffenen Länder, insbesondere der USA und China", um den Konflikt zu beruhigen. "Demonstrationen der Stärke" seien nicht angebracht.

Nordkorea sollte "sehr, sehr nervös" sein, wenn es auch nur an einen Angriff auf die USA denke, sagte Trump. Eine einfache militärische Lösung gebe es für die USA nicht, gibt Braml zu bedenken. Den US-Präsidenten bezeichnete sie als "schrecklichen Atomkriegs-Fanatiker". "Jeder Tropfen Öl, der beim Thema Nordkorea ins Feuer gegossen wird, ist zu viel", sagte sie den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

US-Verteidigungsminister James Mattis zeigte sich um Entspannung bemüht; Mitte der Woche hatte er der Regierung in Pjöngjang noch mit der "Vernichtung" des eigenen Volkes gedroht. Aber er wird auch um keinen Preis sein Atomwaffenprogramm aufgeben, das Nordkorea unbeirrt von Sanktionen seit vielen Jahren vorantreibt.

China, das als letzter wichtiger Verbündeter Nordkoreas gilt, hat die USA und Nordkorea im Atom- und Raketenstreit zur Zurückhaltung aufgerufen. Im Juli testete Nordkorea zwei Interkontinentalraketen, mit denen das Land nach Einschätzung von Experten das US-Festland treffen könnte.

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