Trump warnt Nordkorea mit scharfen Worten vor weiteren Provokationen

Symbolbild

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Trump erkenne offensichtlich nicht den Ernst der Lage. Nordkorea wirft den USA und Südkorea seit langem vor, die Spannungen durch gemeinsame Militärübungen zu schüren. Dort sind "Feuer" und "Zorn" Umschreibungen des Gottesgerichts.

Zudem versuchte er die US-amerikanische Bevölkerung zu beruhigen.

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Nordkorea reagierte darauf trotzdem mit der Drohung, mehrere Raketen auf Guam abzufeuern. "Guam ist amerikanischer Boden", sagte Calvo. Die Distanz von 3.360 Kilometern könnten die Raketen in weniger als 18 Minuten zurücklegen. Aber Trump redet kaum anders als Kim Jong Un.

Experten befürchten, dass die Verschärfung des Nordkorea-Konflikts zu einem Wettrüsten in Südostasien führen könnte - vor allem in Südkorea und Japan. Sollte der Norden seine "Provokationen" nicht unterlassen, werde das kommunistische Nachbarland "die harte und resolute Vergeltung der Alliierten" zu spüren bekommen, sagte der Generalstabschef der südkoreanischen Streitkräfte, Roh Jae Cheon, am Donnerstag. Der Republikaner hatte nach seiner Amtsübernahme versprochen, Nordkorea werde nie Atomwaffen besitzen, mit denen die USA erreicht werden könnten. Guams Sicherheitsberater George Charfauros sagte, die 162.000 Inselbewohner sollten sich "entspannen und das Paradies genießen". Wie die "New York Times" unter Berufung auf Personen aus seinem Beraterkreis berichtet, hatte Trump eine eigene Wortwahl gegenüber Nordkorea gewählt. Sie erinnerten an Präsident Barack Obama, der Syriens Machthaber Bashar al-Assad vor dem Einsatz von Giftgas gewarnt und dann, als diese "rote Linie" überschritten wurde, nicht militärisch reagiert hatte. Trump dagegen habe mit seiner Ankündigung von "Feuer und Zorn" das bislang Bekannte überschritten - und sich dabei auch in ein Glaubwürdigkeitsdilemma gebracht. Ähnlich hatte sich nur US-Präsident Harry Truman 1945 bei der Mitteilung über den Abwurf der Atombombe auf die japanische Stadt Hiroshima geäußert, als er die Kapitulation der Japaner forderte, wie US-Medien hervorhoben. Er glaube nicht, dass von dem Staat eine unmittelbare Bedrohung ausgehe, sagte er am Mittwoch vor seiner Ankunft auf der US-Pazifikinsel Guam vor Reportern.

Der ranghöchste Demokrat im Außenausschuss des Senats, Ben Cardin, verglich Trumps Worte gar mit der Rhetorik aus Pjöngjang: "Wir sollten nicht in dasselbe Wutgeschrei und dieselben Provokationen über einen Atomkrieg einstimmen wie Nordkorea". Denn: Die USA seien immer überlegen, so Mattis. Es lohnt sich jedoch auf jeden Fall, sich die ganzen Wortmeldungen aus Pjöngyang und Washington zu diesem Konflikt anzusehen um festzustellen, wer tatsächlich der Aggressor ist und wer Verteidiger.

Zur atomaren Bewaffnung der USA hatte Trump am Mittwoch getwittert: "Mein erster Befehl als Präsident war, das nukleare Arsenal zu erneuern und zu modernisieren. Es ist nun stärker als jemals zuvor." .

Anlass für Trumps Drohung war ein Zeitungsbericht, demzufolge Nordkorea erhebliche Fortschritte bei seinem Raketenprogramm gemacht hat.

Kim versteht sein Atomarsenal vielmehr als politische Waffe: Die Bomben und Raketen sollen ihn vor Angriffen schützen und ihm gleichzeitig den Freiraum verschaffen, um sich als Gegenspieler des US-Präsidenten aufzuplustern. 8000 km. Nach dem zweiten Raketentest am 28. Juli verkündete Nordkorea, die Rakete könnte 10 000 km weit fliegen, das gesamte US-Festland - und theoretisch auch Deutschland - treffen.

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