Türke Guliyev gewann 200-m-Gold vor Van Niekerk

Sprinter und Weltrekordler Usain Bolt sieht in Wayde van Niekerk großes Potential

100 unter 10, 200 unter 20, 400 unter 44 Sekunden

Der Südafrikaner Wayde van Niekerk hat bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London den ersten Schritt zum Double gemacht.

"Ich habe viel mehr drauf, und das will ich in Zukunft zeigen", sagte ein tief betrübter van Niekerk. Es sei ein herzzerreißender Moment gewesen, als er erfahren habe, dass sein vielleicht ärgster Rivale nicht im Finale über 400 Meter antreten durfte: "Am liebsten würde ich ihm meine Medaille geben". Er hatte zwei Tage zuvor den Titel über 400 Meter gewonnen. Bronze ging an Abdalelah Haroun aus Katar (44,48). Der stark eingeschätzte Isaac Makwala (Botswana) hatte das Finale wegen Magen-Darm-Problemen verpasst. Der 400-Meter-Läufer wollte nach eigenen Angaben dennoch laufen, die IAAF betonte, er sei 48 Stunden unter Quarantäne gestellt.

"Das ist nicht fair". "Ich frage mich, was passiert wäre, wenn ich ein britischer Athlet gewesen wäre". Für van Niekerk soll es hingegen jetzt erst richtig losgehen. Damit verteidigte van Niekerk auch seinen Titel von Peking 2015.

Dabei war das perfekte van-Niekerk-Drehbuch doch schon geschrieben, Doppel-Gold sollte der Anfang seines Aufstieges zum neuen globalen Superstar der Leichtathletik markieren - als Nachfolger von Bolt. Der Jamaikaner hatte auf einen Start über seine Lieblingsstrecke verzichtet. "Er hat gezeigt, dass er bereit ist für die Herausforderung", sagte Bolt, der nach London seine Karriere beenden wird. Van Niekerk sei "bereit zuzuhören und zu lernen".

Über 400 Meter Hürden der Damen siegte die Amerikanerin Kori Carter (USA) in 53,07 Sekunden.

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