Unterlegener Oppositionsführer in Kenia ruft zum Streik auf

Hacking-Vorwürfe nach Wahlen in Kenia Bangen um die Zukunft Kenias

Kenianer warteten geduldig um ihre Stimme bei den Präsidentschaftswahlen 2017 abzugeben

Bei der Präsidentenwahl in Kenia scheint ein Sieg von Amtsinhaber Uhuru Kenyatta im ersten Wahlgang sicher. Ob diese Zugriffsversuche mit den Codes des ermordeten Programmierers Chris Musando erfolgten, wollten allerdings weder Guliye noch sein Chef Chebukati sagen.

Die Opposition erkennt den offiziellen Wahlsieg Kenyattas nicht an. Neun davon seien in Nairobi gestorben, die übrigen in Oppositionshochburgen im Westen des Landes. Ein Vater erklärte, seine neunjährige Tochter sei beim Spielen mit Freunden auf einem Balkon von einer verirrten Kugel tödlich getroffen worden. Weitere fünf Personen seien von Schüssen in Kisumu verletzt worden. Die Polizei erschoss Augenzeugen zufolge mindestens drei Menschen. Gegen die Journalisten seien am Samstag Tränengas und Schlagstöcke eingesetzt worden. "Kandidaten und ihre Unterstützer müssen akzeptieren, dass nicht zu gewinnen ein natürlicher Teil des demokratischen Kräftemessens ist", sagte die niederländische Politikerin. "Kriminelle" nützten die angespannte Lage aus und plünderten in einigen Gegenden.

In loyal zu Raila Odinga stehenden Slums in Nairobi eröffnete die Polizei das Feuer, um Demonstranten zu vertreiben. Demonstranten hätten Geschäfte geplündert und niedergebrannt und Straßen blockiert. Die Polizei benutze weder scharfe Munition noch "exzessive Gewalt", um gegen Ausschreitungen vorzugehen. Ähnliche Szenen wurden in Kibera beobachtet, einem weiteren Slum von Nairobi. Die von Odinga präsentierten Ergebnisse wiesen nach Angaben der Kommission rechnerische Fehler auf. Das vorläufige Endergebnis der Wahlkommission soll an diesem Freitag bekannt gegeben werden. Während die kenianische Wahlkommission unter den Augen internationaler Beobachtermissionen noch die letzten Stimmen auszählt, fordert die Opposition, Raila Odinga zum Präsidenten zu erklären. Entgegen allen Befürchtungen waren die Wahlen überwiegend friedlich und ohne größere technische Schwierigkeiten verlaufen. Kenyatta rief danach zur Einheit auf.

Der frühere Ministerpräsident Odinga hatte bereits die Wahl im Jahr 2007 verloren. Offenbar kamen die Männer bei einer Polizeiaktion gegen Plünderungen ums Leben.

Der 55-jährige Kenyatta und Ex-Regierungschef Odinga sind seit Langem verfeindet. Er brachte damals Wahlmanipulationsvorwürfe vor den Obersten Gerichtshof, der sein Anliegen aber ablehnte.

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