US-Ministerium beschuldigt Mexikos Fußballstar Márquez des Drogenhandels

Rafael Márquez

Fußballstar Marquez des Drogenhandels beschuldigt

In Mexiko ist Márquez ein Star.

Márquez gilt als einer der besten Fußballer Mexikos - jetzt findet er sich gemeinsam mit Drogenbaronen und Terrorhelfern auf der schwarzen Liste des US-Finanzministeriums wieder. US-Bürger dürfen außerdem keine Geschäfte mehr mit ihm machen, zudem wird sein Visum annulliert. Seit 1997 gehört er der mexikanischen Nationalmannschaft an, bei den vergangenen vier Weltmeisterschaften führte er sie als Kapitän. Der Verteidiger spielte lange für den FC Barcelona, gewann zweimal die Champions League und steht seit Januar 2016 wieder bei seinem Heimatklub CF Atlas in Guadalajara unter Vertrag.

Auf der schwarzen Liste des US-Justizministerium stehen neben Márquez und Flores sowie dessen Angehörige und Geschäftspartner auch der Verwalter von Márquez' Wohltätigkeitsstiftung, Mauricio Heredia Horner, und der bekannte mexikanische Sänger Julión Álvarez. Dies sei die umfangreichste Einzelsanktion gegen ein mexikanisches Drogenkartell in der Geschichte des Ministeriums gewesen. Er habe als Strohmann für das Verbrechersyndikat des mexikanischen Rauschgifthändlers Raúl Flores Hernández fungiert, teilte die Behörde mit. Flores Hernández ist seit den 1980er-Jahren im internationalen Drogengeschäft aktiv.

"Ich weise kategorisch jedwede Verbindung zu dieser Organisation und zu den Taten zurück", sagte Márquez auf einer Pressekonferenz auf dem Gelände seines Klubs.

Der 38-Jährige soll den US-Behörden zufolge seit geraumer Zeit gute Beziehungen zu Hernández unterhalten und für diesen Geschäfte abgewickelt haben. Er wurde zuvor auch bei der Staatsanwaltschaft vorstellig und bezeichnet die kommenden Tage als "das schwerste Spiel meines Lebens, aber ich werde es meistern". In den USA werden ihm Bildung einer kriminellen Vereinigung und Drogenschmuggel vorgeworfen. In Mexiko wurden mehrere Immobilien von Flores beschlagnahmt, darunter ein Casino in Guadalajara.

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