Verkehrsministerium lässt Ford-Modell auf illegales Abgassystem untersuchen

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Erreicht der Diesel-Skandal jetzt auch Ford?

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) untersucht im Auftrag des Verkehrsministeriums nun auch die Abgassysteme von Ford auf eine illegale Abschalteinrichtung. Ein Ford-Modell soll bei einem Test aufgefallen sein. Laut einem Bericht des KBA könnte beim Diesel-Mondeo mit 2.0 TCDi eine illegale Abgastechnik verwendet worden sein. Ford weist die Vorwürfe zurück. Die Fahrzeuge und Dieselmotoren erfüllten die aktuell vorgeschrieben Abgasrichtlinien. Der Ford-Chef Gunnar Herrmann sagte dem Magazin, der Autobauer habe "weder geschummelt noch getrickst". Das Bundesverkehrsministerium äußerte sich bisher nicht. Es gebe Daten, die Rückschlüsse auf illegale Abschalteinrichtungen erlaubten. Bei der Abgasnachbehandlung der Ford-Dieselmodelle seien keine illegalen Abschaltvorrichtungen verwendet worden. Die Untersuchungskommission hatte 2016 die Ford-Modelle Focus und C-Max, die auch im Werk von Saarlouis gefertigt werden, überprüfen lassen. Zwar konnte damals kein Betrug festgestellt werden, dafür aber Grenzwertüberschreitungen um das Sieben- bis Neunfache. Allerdings attestiert der Abschlussbericht dem Modell C-Max sehr hohe Stickoxidemissionen, sobald das Auto nicht mehr auf dem Prüfstand, sondern auf der Straße getestet wird.

Nach dem Skandal um Abschalteinrichtungen von Volkswagen hatte das Verkehrsministerium Prüfungen von vielen Modellen verschiedener Hersteller eingeleitet, die auch nach Veröffentlichung eines Zwischenberichts im vergangenen Jahr fortgesetzt werden.

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