"Zeit Magazin" stoppt "Titanic"-Redakteur wegen Fake News"

Leo Fischer kaperte das Twitter Profil des

Leo Fischer kaperte das Twitter Profil des"Zeit Magazins

Doch nach mehreren missverständlichen Tweets beendete die Zeit dessen Gastspiel vorzeitig.

So vermeldete das Zeit Magazin nicht nur den Tod von Ex-Fußballspieler Mehmet Scholl, sondern auch den Abwurf einer Atombombe über der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang. Zuvor war passiert, was eigentlich alle erwartet hatten: Der Chefsatiriker des Titanic Magazins, der den Twitter-Account des Zeit Magazins diese Woche betreute, hatte für gehörige Turbulenzen gesorgt.

Kurz nachdem bekannt wurde, dass sich die ARD von ihrem langjährigen Experten Mehmet Scholl trennt, twitterte das Zeit Magazin: "Eilmeldung: Mehmet Scholl ist tot".

Nach dem Scholl-Tweet legte er nach: "Eilmeldung: Südkoreanische Medien melden Explosion, Lichtblitz über Pyöngjang". Und wenn man den Account einem Satiriker wie Leo Fischer, einst Chefredakteur der "Titanic", überlässt, dann kann das schonmal ordentlich aus dem Ruder laufen, wie heute die Verantwortlichen beim "Zeit-Magazin" erkennen mussten.

Fischer schrieb in der Folge immer wieder das Kürzel (lf) hinter seine Tweets, zum Beispiel witzelte er über "die atomare Sprengung Pjöngyangs"; bei der Scholl-Mitteilung fehlte das Kürzel. "Bild"-Chef Julian Reichelt retweetete die "Eilmeldung" über den Korea-Konflikt mit dem Kommentar: "Die Zeit scheint von ähnlicher Selbstzerstörungs-Sehnsucht getrieben wie Kim Jong-Un". Die Antwort heißt: Leo Fischer.

Kurz darauf löste das "Zeit Magazin" die Aufregung auf, löschte die Beiträge und beendete ab sofort die Twitter-Übernahme von Leo Fischer.

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